Thüringische Landeszeitung: Kontinuität / Kommentar von Elmar Ottor zum Thüringer Parteitag der Linken und der Wiederwahls von Susanne Hennig-Wellsow als Parteichefin

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Die Linke setzt auf Kontinuität. Susanne
Hennig-Wellsow steht für zwei weitere Jahre an der Parteispitze. Die
Landtagsfraktion führt sie ebenfalls. Dass diese Ämterhäufung auf
Kritik stößt, ist mit Blick auf die Historie der einstigen
staatlichen Einheitspartei SED nachvollziehbar. Aber die Zeiten haben
sich geändert, und der einst allmächtige Vorsitzende gehört längst
der Vergangenheit an. Hennig-Wellsow stehen sowohl in Partei und
Fraktion Vorstandsmitglieder zur Seite, denen man zutrauen darf, als
konstruktives Korrektiv zu wirken.

Auch deshalb sind Befürchtungen unbegründet, die Partei könnte im
rot-rot-grünen Kabinettsgefüge ins Hintertreffen geraten. Bislang hat
Hennig-Wellsow, siehe Schuldenbremse, hier stets linke Positionen
deutlich hörbar formuliert.

Gleichwohl: Für die 38-Jährige bleibt keine Zeit, sich auf dem
Erfolg der Wiederwahl auszuruhen. Zum einen werden ihre Kritiker
noch genauer beobachten, ob die Multifunktionärin ihrem selbst
formulierten Anspruch gerecht wird.

Zum anderen sind die Aufgaben groß. Denn die Linke schrumpft immer
weiter, von 5350 Parteibuchträgern 2013 sind aktuell 4848 übrig. Neue
Mitglieder und nicht zuletzt Wähler zu gewinnen, wird die zentrale
Herausforderung sein.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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