Thüringische Landeszeitung: Nicht Dialogfähig / Kommentar von Fabian Klaus zum Abbruch des AfD-Bürgerdialogs in Jena

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Eines muss man Stefan Möller lassen: 45 Minuten
gegen peinlich grölende junge Leute, manche schienen nicht mal
volljährig zu sein, anzureden und teilweise in stoischer Ruhe an den
Mann und die Frau im Saal seine Sichtweisen bringen zu wollen, das
zeugt von Ausdauer. Der AfD-Bürgerdialog aber ist schon deshalb zum
Fiasko für die Partei verkommen, weil er von vornherein falsch
angelegt war. Wenn man als viel kritisierte Partei, mit zum Teil
mindestens rechtspopulistischen Ansichten, in den Dialog treten will,
sind ewige Monologe, erst Muhsal, dann Möller, später Höcke,
zumindest nicht förderlich. Dass dann Zwischenfragen nicht gestattet
wurden, kommt dazu.

Dabei wäre es einfach gewesen, sich mit Möllers Rede inhaltlich
kritisch auseinanderzusetzen und ihm seine eigenen Argumente zu
widerlegen.

Allerdings: Es darf stark bezweifelt werden, dass es dem Großteil
der Anwesenden um Dialog ging. Die AfD hatte an dem Abend lediglich
falsch geplant, man hätte aber mit den Verantwortlichen ins Gespräch
kommen können – es hätte halt einer gewissen Ausdauer bedurft. Die
Antifa-Anwesenden, sie waren die größte Gruppe, wollten das aber
nicht und haben von Beginn an die Veranstaltung gestört. Sie haben
gezeigt, dass sie nicht dialogfähig sind.

Die Verantwortlichen der Stadt haben diese Störungen hingenommen
und halbherzig reagiert und mit dafür gesorgt, dass Krawallmacher die
Oberhand behalten.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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