Thüringische Landeszeitung: Nicht zur Wahrheit verpflichtet / Kommentar von Gerlinde Sommer zum Verlauf des NSU-Prozesses in München

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Ralf Wohlleben kann alles darstellen, wie er will:
Er ist als Angeklagter nicht zur wahrheitsgemäßen Aussage
verpflichtet. Soll ihm doch jemand das Gegenteil nachweisen.

Er kann sich darstellen als das kleinste Licht von allen. Als
einen, der zwar eine große Nummer bei der NPD sein wollte, aber auf
den seltsamen Spitzel Tino Brandt hereingefallen ist. Als einen, der
falsche Freunde hatte – und nichts wusste vom wahren Leben des
NSU-Trios. Deshalb nutzte Wohlleben jetzt seine Chance zur Aussage.
Seine Taktik gleicht der von Beate „Ich war ahnungslos“ Zschäpe. Nix
hören, nix sehen, nix wissen – und dann mit vielen Worten vor Gericht
nichts sagen, schon gleich gar nicht Verantwortung übernehmen.

Für die Hinterbliebenen der Opfer ist das bitter. Aber nichts
anderes war zu erwarten. Wie lange wird noch verhandelt? Es wird –
nach mehr als 250 Verhandlungstagen – Zeit für ein gerechtes Urteil.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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