Tierheime am Existenzminimum

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Katzenstreichler im Dienst: Unerlässlich für eine gute Versorgung.
 

Dabei fehlt es oft an Geld. Ursache ist vor allem, dass die Tierschutzvereine in der Regel für die Übernahme kommunaler Pflichtaufgaben, nämlich die Aufnahme von Fundtieren, keine ausreichende Kostenerstattung von den zuständigen Behörden erhalten. „Die Tierschutzvereine übernehmen für die Gemeinden die Fundtierverwaltung und unterstützen diese damit bei der Wahrnehmung ihrer Pflichtaufgaben“, sagt Schröder. „Durchschnittlich werden die Tierheime zu 70 bis 80 Prozent mit Fundtieren und beschlagnahmten Tieren belegt, für deren Unterhalt die Behörden zuständig sind. Leider werden aber nur etwa 25 bis 30 Prozent der hierdurch anfallenden Kosten tatsächlich erstattet.“

Ergebnis sind immer mehr Tierheime, die um ihre Existenz kämpfen und auf Spenden tierlieber Menschen angewiesen sind. „Tierheime leisten Großartiges und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Sie geben jedem Tier eine warme und trockene Unterkunft, füttern es und zeigen ihm, was eine liebevolle und aufmerksame Zuwendung ist. Dabei kennen sie keine Sonn- und Feiertage. Kein Tier wird auf der Straße sitzen gelassen.“

Neben den Kosten für Futter, artgerechte Unterbringung und Beschäftigung sowie tiermedizinische Behandlungen oder sogar Operationen müssen die Heime für viele weitere Aspekte aufkommen: Mitarbeiter brauchen ein Gehalt, das zumindest im Einklang mit dem Mindestlohn steht. Verbrauchsmaterial, Versicherungen, Heizung, Strom, Abwasser und Miete oder Pacht müssen ebenfalls bezahlt werden. Wenn Tiere aus Notsituationen, beispielsweise Animal Hoarding oder illegalem Welpenhandel, gerettet werden, kommen auf einen Schlag weitere Kosten für zahlreiche neue Tiere hinzu.

„Pro Tag muss man bei einer Katze, je nach Region, mit Kosten von mindestens fünf bis zehn Euro rechnen“, sagt Schröder. „Ein Hund schlägt sogar, ebenfalls je nach Region, schnell mit bis zu fünfzehn Euro und mehr zu Buche.“ Angesichts der Tatsache, dass neben vielen anderen Tieren im Schnitt rund 80 Katzen und 40 Hunde in jedem deutschen Tierheim leben, kommt man also bei einem mittelgroßen Tierheim schnell auf jährliche Kosten von 400.000 Euro – allein für die Versorgung von Hunden und Katzen. „In einer solchen Pauschale sind aber nur Standardleistungen wie Personal, Kosten für die Unterbringung, die medizinische Grundversorgung, Futter und Impfung inbegriffen“, stellt Schröder klar. „Weitere individuelle Tierarztkosten müssen noch hinzugerechnet werden“.

Hinzu kommt, dass viele Tierheime in Neu- oder Umbauten investieren müssten, die Tierheimgebäude teilweise sanierungsbedürftig und Heizungsanlagen und Dächer häufig veraltet sind. Dieser dringend benötigte Investitionsbedarf ist von den Tierschutzvereinen kaum zu leisten; die dafür nötigen Rücklagen sind größtenteils verbraucht.

Ohne Spenden, Erbschaften und ehrenamtliche Hilfe von Tierfreunden könnten die Tierheime also gar nicht existieren. Die Tierfuttermarken Whiskas und Pedigree rufen deshalb Engagierte dazu auf, an einer gemeinsamen Spendenaktion für den Deutschen Tierschutzbund teilzunehmen: Bis zum 9. Oktober 2016 können Tierhalter den Deutschen Tierschutzbund unterstützen, indem sie Produkte von Pedigree und/oder Whiskas im Wert von mindestens fünf Euro kaufen und ein Foto des Kassenbons auf www.welttierwoche.de hochladen. Für jeden Kassenbon geht automatisch eine Spende von einem Euro an den Deutschen Tierschutzbund. Die Teilnehmer können zudem 50 x 1.000 Euro gewinnen, die Pedigree und Whiskas als Dankeschön verlosen.

INFOKASTEN

Spendenaktion für Tierheime

• So unterstützen Sie Tiere in Not: Im Aktionszeitraum 25.07.-09.10.2016 kaufen Tierfreunde Produkte von Pedigree und/oder Whiskas im Wert von mindestens 5 und laden ein Foto des Kassenbons auf www.welttierwoche.de hoch.
• Pedigree und Whiskas spenden pro hochgeladenem Bon einen Euro an den Feuerwehrfonds des Deutschen Tierschutzbundes.
• Tierfreunde können unbegrenzt oft an der Spendenaktion teilnehmen und erhöhen dabei ihre Chancen auf den Gewinn von 50 x 1.000 Euro; denn jeder Bon ist ein Los im Gewinntopf.
• Weitere Informationen gibt es unter www.welttierwoche.de

Foto: Deutscher Tierschutzbund / M. Marten

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