Tierschutzgerechte Ausbildung von Blindenführhunden gefordert – Film startet

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Blindenführhunde – oft „Blindenhunde“ genannt –
faszinieren mit ihren Fähigkeiten, doch leider haben viele von ihnen
in ihrer Ausbildung harte körperliche Strafen erlebt. Immer wieder
gehen beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
Berichte ein, dass Führhunde von ihren Trainern geschlagen, getreten
und sogar mit Stromschlägen gequält werden. In der Folge verlieren
die Tiere ihr Selbstbewusstsein und auch die Qualität ihrer Leistung
leidet. „Ein Führhund und sein Halter müssen partnerschaftlich
zusammenarbeiten – und das funktioniert nicht, wenn ein Hund in der
ständigen Furcht vor Bestrafung lebt“, erläutert Fachreferentin
Sabine Häcker vom DBSV.

Film „Belohnen statt Bestrafen“ startet

Der Verband startet deshalb auf der Internetseite
www.hundetraining.dbsv.org einen Film, der den schwarzen Schafen
unter den Ausbildern zeigt, wie es richtig gemacht wird. Unter dem
Titel „Belohnen statt Bestrafen“ wird in zwölf Minuten erläutert, wie
ein Hund durch unzählige Wiederholungen in Verbindung mit
Erfolgserlebnissen die kompliziertesten Aufgaben erlernt und Freude
dabei hat. „Eine Ausbildung auf Basis von positiver Verstärkung
schützt die Tiere und macht sie fit für anspruchsvolle
Herausforderungen“, bringt Häcker es auf den Punkt.

Der Film entstand im Rahmen eines DBSV-Projektes zur
Qualitätssicherung in der Führhund-Ausbildung und wird ergänzt durch
einen Forderungskatalog. Der Verband stößt damit in eine Lücke. „Seit
17 Jahren drängen wir vergeblich darauf, dass der GKV-Spitzenverband
endlich verbindliche Standards für die Führhundtrainer festlegt“,
erläutert DBSV-Präsidentin Renate Reymann. Der DBSV hat sich deshalb
nun direkt an die Krankenkassen gewandt. Sie sollen zukünftig nur
noch Führhunde finanzieren, deren Trainer sich zu einer gewaltfreien
Ausbildung der Tiere verpflichten. Nach Schätzungen des DBSV werden
in Deutschland jährlich rund 500 Blindenführhunde ausgebildet.

Der Film „Belohnen statt Bestrafen“ wurde gefördert durch das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Hamburger
Blindenstiftung. Führhunde sind auch ein Thema der „Woche des
Sehens“, die vom 8. bis zum 15. Oktober 2014 rund um die Themen
Blindheit, Sehbehinderung und Augenkrankheiten informiert.

Presseservice

Den Film „Belohnen statt Bestrafen“ sowie Pressebilder, den
Forderungskatalog und umfangreiche Hintergrundinformationen finden
Sie unter www.hundetraining.dbsv.org

Pressekontakt:
Deutscher Blinden- und
Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Volker Lenk
Pressesprecher
Tel.: (030) 28 53 87-140
E-Mail: v.lenk@dbsv.org

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