„Tuberkulose – eine Seuche der Armen oder betrifft sie auch mich?“

Abgelegt unter: Soziales |





Im vergangenen Jahr veröffentlichte die
Weltgesundheitsorganisation die „End TB Strategie“ mit dem Ziel, die
jahrtausendalte Krankheit bis zum Jahr 2035 weltweit zu eliminieren.
Dafür bedarf es jedoch nicht nur ambitionierte Worte, sondern auch
handlungskräftige Initiativen und Taten – von Politikern, Medizinern
und Aktivisten, sowie auch durch das Interesse und Engagement von
Bürgern und Gemeinden hierzulande und weltweit. Daher setzen sich das
Kuratorium Tuberkulose in der Welt e.V. und der Freundeskreis für
Internationale Tuberkulosehilfe e.V. dafür ein, die Mitbürger gegen
Tuberkulose zu schützen. An dem Vortragsabend zum Welttuberkulosetags
2016 werden wir erläutern, wie die Bürger eine TB erkennen, was zum
Schutz gegen die Tuberkulose getan werden kann und wie sich
Hilfsorganisationen weltweit engagieren um die Seuche unter Kontrolle
zu bekommen.

Weltweit zählt Tuberkulose als Epidemie mit katastrophalen
Ausmaßen und ein Notstand des Gesundheitswesens. Daher hat sich jede
Regierung dazu bereit erklärt, sich dem Problem zu widmen. Jedoch
resultierten die Anstrengungen, insbesondere in den
Entwicklungsländern aufgrund mangelnder Infrastruktur, ungenügend
Arbeitskräften und fehlenden Geldern, nur in begrenzten Erfolg. Und
auch heutzutage klaffen diese enormen Lücken in den öffentlichen
Gesundheitswesen, die eine wahre Eindämmung der Krankheit verhindern.

Beschrieben als perfekter Ausdruck einer unperfekten Zivilisation
gibt es die Tuberkulose (TB, Schwindsucht) schon seit tausenden von
Jahren. Obwohl es für die meisten Patienten eine effektive Behandlung
gibt, sterben weltweit immer noch jede Minute drei Menschen an der
Tuberkulose. Sie ist eine der tückischsten Infektionskrankheiten des
Menschen und war letztes Jahr wiederholt der weltweit tödlichste
Erreger dieser Welt. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung sind
schätzungsweise mit Tuberkulosebakterien infiziert. Neun Millionen
Neuerkrankungen werden jährlich registriert, etwa 4.000 davon in
Deutschland. Jahrzehntelang waren die Zahlen Schwindsüchtiger
hierzulande rückläufig. Seit fünf Jahren steigen sie wieder bei
Kindern und seit einem Jahr bei Erwachsenen an! Die höchsten Raten
von Neuinfektionen werden in Großstädten beobachtet. Die Behandlung
neuer Patienten wird jedoch durch Multiresistenz der Erreger immer
schwieriger.

Pressekontakt:
Freundeskreis für Internationale Tuberkulosehilfe
Markus Ostern
Tel.: 0162/2727599
markus.ostern@gmx.de
Luan Vo Nguyen Quang
luan.vo@tbhelp.org

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de