TÜV Rheinland: Traumatische Erfahrungen im Beruf können jeden treffen / Hilfsangebote für betroffene Mitarbeiter / Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober

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Ein Arbeitsunfall ist für die Kollegen immer ein
Schock. Glücklicherweise sind tödliche Arbeitsunfälle vergleichsweise
selten: 2014 kam es nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV) zu 473 solcher Ereignisse. Kristina Soldo,
Psychologin bei TÜV Rheinland: „Verschiedene Erlebnisse können ein
Trauma auslösen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie eine schwer zu
verarbeitende Erfahrung darstellen, die mit intensiver Furcht,
Hilflosigkeit und Entsetzen einhergeht. Betroffene berichten, das
Schlimmste sei das Gefühl, die Kontrolle über sich und die Situation
zu verlieren.“ Prinzipiell kann jeder am Arbeitsplatz mit einer
belastenden Situation konfrontiert werden. Erhöht ist das Risiko bei
Arbeitnehmern, die mit Geld umgehen. Auch Pflegepersonal in
Krankenhäusern und Altenheimen oder Mitarbeiter in Ämtern und
Behörden kennen Übergriffe von Patienten oder Kunden.

Reaktionen auf eine belastende Situation wie heftiges Weinen,
innere Unruhe, Schreckhaftigkeit oder auch das wiederholte Durchleben
des Ereignisses sind in der ersten Zeit normal. „Diese akute
Belastungsreaktion sollte allerdings nach fünf bis zehn Tagen
abklingen“, so Soldo.

Direkt nach einem traumatischen Erlebnis ist es wichtig, dem
Betroffenen Sicherheit zu geben. Das bedeutet, ihn beispielsweise vom
Ort des Geschehens weg in einen Nebenraum zu bringen und dort auf
seine Bedürfnisse einzugehen. Zwar entlastet auch ein Gespräch. Doch
ob, wann und mit wem über das Erlebte gesprochen wird, entscheidet
allein der Betroffene. Professionelle Gesprächspartner finden
Arbeitnehmer in der externen Mitarbeiterberatung, die einige
Unternehmen in Zusammenarbeit mit TÜV Rheinland ihren Beschäftigten
anbieten. Stellen die Experten bei den Gesprächen fest, dass
beispielsweise eine ambulante Psychotherapie sinnvoll ist, helfen sie
bei der Organisation der Maßnahme.

Angriffe durch Kunden, Überfälle und Unfälle sind unvorhersehbare
Ereignisse. Aber auch hier ist Prävention möglich: In
Krisenpräventionsseminaren bereiten Experten von TÜV Rheinland
Führungskräfte und Mitarbeiter auf mögliche Extremsituationen vor.

Weitere Informationen unter www.tuv.com/amd bei TÜV Rheinland im
Internet.

Ansprechpartner Presse:
Antje Schweitzer, Telefon: +49 221 806-5597.
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