TÜV Rheinland zertifiziert künftig auch Ausbildungsbetriebe / Neues Zusatzmodul zur Zertifizierung „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ / Auszubildende und Betriebe profitieren

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Für junge Menschen, die 2016 eine Ausbildung beginnen
möchten, startet in diesen Tagen die Bewerbungsfrist. Vielen
Schulabgängern fällt es nicht leicht, sich auf einen beruflichen Weg
festzulegen. Hinzu kommt die Ungewissheit, ob der gewählte
Ausbildungsbetrieb auch das hält, was er zum Beispiel auf seiner
Website verspricht. Damit Bewerber es künftig leichter haben, eine
Entscheidung zu treffen, hat TÜV Rheinland eine neue Zertifizierung
für Ausbildungsbetriebe entwickelt. Das neue Zusatzmodul
–Ausbildungsbetrieb– ist Bestandteil der Zertifizierung
–Ausgezeichneter Arbeitgeber– von TÜV Rheinland. Mit der bisherigen
Zertifizierung lassen Unternehmen bereits ihr Personalwesen bewerten.

Transparenz für Bewerber

Von der neuen Zertifizierung profitieren auch die
Ausbildungsbetriebe selbst. Sie erhalten künftig die Möglichkeit,
sich besser von ihrer Konkurrenz abzuheben. „Manche Betriebe bieten
ihren Auszubildenden wirklich viel und trotzdem haben sie
Schwierigkeiten, freie Plätze zu besetzen“, sagt Projektmanager
Reinhard Bier von TÜV Rheinland. Das Zusatzmodul Ausbildungsbetrieb
hilft solchen Unternehmen, ihr Angebot für die Bewerber sichtbar zu
machen. Das Zusatzmodul steht für eine systematische und methodische
Vermittlung der Ausbildungsinhalte, die den Auszubildenden einen
wirklichen Mehrwert bieten. Außerdem beinhaltet es Kriterien für
geregelte Rahmenbedingungen. Zu diesen zählen beispielsweise, dass
die Auszubildenden ein angemessenes Entgelt erhalten und die
Arbeitszeit sowie -belastung geregelt sind und den gesetzlichen
Anforderungen entsprechen. Ferner beinhaltet das Modul ebenfalls,
dass die Zufriedenheit beziehungsweise auch Verbesserungsvorschläge
der Auszubildenden bewertet und berücksichtigt werden.

Prüfung vor Ort und definiertes Programm

Als erstes Unternehmen hat der Wuppertaler Zangenhersteller KNIPEX
seinen Ausbildungsbetrieb erfolgreich prüfen lassen. Bei dem
Verfahren untersuchten die TÜV Rheinland-Auditoren vor Ort, ob die
Anforderungen des Standards in Bezug auf die Infrastruktur des
Ausbildungsbetriebs, die inhaltlichen Abläufe der Ausbildung und die
Anforderungen an das Ausbildungspersonal eingehalten werden.

Für das neue Zusatzmodul hat TÜV Rheinland konkrete Anforderungen
formuliert, die ein Ausbildungsbetrieb erfüllen muss. Beispielsweise
muss es ein definiertes Programm zur Einführung von Auszubildenden
geben. Ferner geht es darum, dass die erforderlichen Ressourcen für
eine Berufsausbildung vorhanden sind. Brechen beispielsweise
Kandidaten ihre Ausbildung ab, muss gegebenenfalls analysiert werden,
warum dies geschieht. Nach erfolgreicher Prüfung erhält das
Unternehmen das Prüfzeichen „Ausgezeichneter Arbeitgeber +
Ausbildungsbetrieb“.

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