Übung macht den Meister / Soll die Mindest-OP-Zahl einer Klinik oder die eines Arztes Maßstab der Qualität sein?

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Ein Krankenhaus muss 50 Kniegelenkprothesen pro
Jahr eingesetzt haben, um diese weiter mit den Kassen abrechnen zu
können. Wie bei einigen anderen medizinischen Leistungen sollen
solche Vorgaben die Qualität sichern, denn Übung macht den Meister.
Professor Karl-Dieter Heller, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft
Endoprothetik, will noch weiter gehen: Die Mindestmenge sollte sich
auf den einzelnen Operateur beziehen statt auf die gesamte Klinik,
erklärt er in der „Apotheken Umschau“. Operationen seien Teamarbeit,
hält die Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft (DKG) dagegen. Zum Erfolg
trügen etwa auch OP-Schwestern bei. Verschärft wird die Debatte durch
die Vermutung einiger Experten, Kliniken operierten auch Patienten,
die den Eingriff gar nicht nötig hätten, um die Quote zu schaffen.
Wie der Streit auch ausgeht, vorsichtig sein sollte der Patient: Die
Zweitmeinung eines nicht an der Quote interessierten Arztes kann ihm
Sicherheit geben.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 6/2015 A liegt in den
meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung
an Kunden abgegeben.

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
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