Umfrage: Immer mehr Menschen plädieren für Gesundheitstarife in der Krankenversicherung / Angst vor Transparenz von Gesundheitsdaten sinkt

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Gesundheitstarife sind gesellschaftlich zwar noch
heftig umstritten, doch immer mehr Menschen finden es richtig, wenn
eine gesunde Lebensweise finanziell anerkannt wird. So meinen 76
Prozent der Bundesbürger, dass die Krankenkasse sie mit einem
reduzierten Tarif oder Bonus belohnen sollte, wenn sie gesund leben
und sich fit halten. Und insgesamt immerhin 37 Prozent der Befragten
sind bereit, ihrer Kasse per Armband oder Fitness-App Zugang zu
relevanten Gesundheitsdaten zu geben – bei den unter 34jährigen ist
es sogar die Hälfte, im Segment 55+ immerhin noch ein Viertel. Das
sind zentrale Ergebnisse einer Online-Umfrage der weltweit tätigen
Markenberatung Prophet zum Thema „Individuelle Gesundheitstarife:
Sollten Krankenkassen eine gesunde Lebensweise finanziell belohnen?“,
zu der im Juli dieses Jahres 1.000 Erwachsene in Deutschland
repräsentativ befragt wurden.

Entscheidend für die Bereitschaft zur Herausgabe von Daten ist
allerdings, dass die Krankenkassen verantwortungsvoll mit den
persönlichen Gesundheitsdaten umgehen. Denn deutliche 63 Prozent der
Bundesbürger haben große Bedenken, dass sie durch die Weitergabe
Nachteile erleiden könnten oder die Daten in falsche Hände gerieten.
Dreiviertel der Befragten plädieren daher dafür, dass nicht eine App,
sondern ihr Hausarzt gegenüber der Krankenkasse eine gesunde
Lebensweise bestätigen sollte. Auf der anderen Seite wollen 62
Prozent der Bundesbürger mit ihren Beiträgen nicht länger die
ungesunde Lebensweise von Rauchern oder Fettleibigen unterstützen und
meinen, wer sich nicht um seine Gesundheit kümmere, der solle auch
mehr zahlen.

„Unsere Umfrage belegt den gesellschaftlichen Trend zum gesunden
Leben und zu einer ausgewogenen Ernährung. Weil die Menschen mit
einem bewussten Lebensstil weniger Gesundheitskosten verursachen,
erhoffen sie sich von der Krankenkasse eine finanzielle Belohnung“,
bewertet Prophet-Partner Felix Stöckle die Ergebnisse der Umfrage.
Was genau eine gesunde Lebensweise sei und wie diese gemessen werde,
sei allerdings noch unklar, meint Stöckle: „Für die Definition
anerkannter Richtwerte und was genau eine gesunde Lebensweise
ausmacht, wird ein gesellschaftlicher Konsens notwendig sein. Ein
schwieriges Thema.“

Der Trend zu individuellen Gesundheitstarifen geht allerdings mit
einer gewissen Form der –Entsolidarisierung– innerhalb der
Gesellschaft einher, beobachtet der Berater: „Etliche Versicherte
sehen offenbar nicht ein, dass sie mit ihren Beiträgen das ungesunde
Verhalten von anderen unterstützen und fordern vielmehr die
Honorierung ihrer eigenen Bemühungen.“ Damit stellen sich auch
ethisch-moralische Fragen. Die Gesellschaft müsse entscheiden, ob
ungesund Lebende per Malus abgestraft werden sollten. „Eine
Malus-Regelung macht nur dann Sinn, wenn man sich insgesamt eine
Verbesserung für das Gesundheitssystem verspricht und sich diese nur
auf Verhaltensweisen beschränkt, die durch den Einzelnen auch
tatsächlich beeinflussbar sind. Ein wahrscheinlich kaum zu lösendes
Abgrenzungsproblem mit reichlich gesellschaftlichem Zündstoff“, meint
Stöckle.

Unter folgendem Link finden Sie ein exklusives Interview mit Felix
Stöckle sowie die Umfrageergebnisse aus Deutschland zum Thema
„Individuelle Gesundheitstarife: Sollten Krankenkassen eine gesunde
Lebensweise finanziell belohnen?“ http://ots.de/A2c1Q

Über Prophet (www.prophet.com)

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Weiterentwicklung ihrer Markenstrategien sowie der Transformation
ihres Marketings. Dazu vereint Prophet Kompetenzen in den Bereichen
Insights, Analytics, Innovation, Digitalisierung, Marke, Marketing
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