Umweltminister Altmaier: „Holz wird als Energieträger Nummer eins bei der Energiewende unterschätzt.“

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Waldeigentümer diskutieren mit Spitzenpolitikern
und Prominenten die Bedeutung des nachwachsenden Rohstoffs Holz für
die Energiewende

Der ländliche Raum und der Wald besitzen eine zentrale Bedeutung
für die Energiewende: Darüber herrschte bei der gestrigen
Diskussionsveranstaltung der AGDW – Die Waldeigentümer weitgehend
Einigkeit. Unterschiedliche Auffassungen gab es bei der Frage, auf
welchen Pfeilern die Energiewende basiert. Während der
Bundesvorsitzende der Grünen Cem Özdemir der Meinung ist, dass die
Energiewende vor allem dank Wind- und Sonnenenergie gelingt, warnt
Bundesumweltminister Peter Altmaier davor, die Bedeutung des
Rohstoffes Holz als Energieträger Nummer eins zu unterschätzen.

Diese Ansicht unterstützt auch Philipp zu Guttenberg, Präsident
der AGDW – Die Waldeigentümer und Gastgeber der Podiumsdiskussion:
„Holz aus unseren Wäldern ist wohl die intelligenteste, nachhaltig
nachwachsende Ressource, die wir in Deutschland haben“, sagte zu
Guttenberg. „Wir müssen jetzt den intensiven Dialog darüber
weiterführen, wie wir die Produktion von heimischem Holz fördern und
den Rohstoff effizient einsetzen, damit die Energiewende gelingt.“

Zum Thema „Verlierer oder Hoffnungsträger? Der ländliche Raum auf
Energiekurs“ diskutierten Bundesumweltminister Peter Altmaier, der
Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cem Özdemir,
Schauspieler Hannes Jaenicke und Waldmanagerin Stephanie Gräfin
Bruges von Pfuel. Die wichtigsten Aussagen der Teilnehmer im
Überblick:

Peter Altmaier, MdB, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit: „Holz ist der bedeutendste erneuerbare
Energielieferant. Aus Holz werden aktuell fast dreimal mehr
Terrawattstunden Strom gewonnen als aus Windenergie. Holz wird
unterschätzt.“

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Die
Energiewende basiert insbesondere auf der Nutzung von Windenergie und
Photovoltaik. Biomasse soll dagegen eher deren Schwankungen in der
Energieerzeugung ausgleichen. Holz sollte primär zunächst stofflich,
z. B. als Baumaterial, genutzt werden.“

Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel, Unternehmerin und
Waldmanagerin: „Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass es in
Deutschland zwei Millionen private Waldeigentümer gibt. Durch ihr
Engagement steht der Wald auch als Arbeitsplatz und
Naherholungsgebiet zur Verfügung.“

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Naturschützer: „Wald ist die
viel bessere Biomasse als etwa Mais, aus dem Biogas entsteht. Das
wissen die Leute aber nicht.“

Die nachhaltige Forstwirtschaft als Vorbild für andere Länder

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass die Nutzung von
heimischem Holz stets Vorrang vor Importen haben müsse, die eventuell
aus Gebieten mit weniger strengen Nachhaltigkeitskriterien stammen.
Deutschland sei eine der am besten gemanagten Waldwirtschaften
überhaupt – und besitze damit Vorbildcharakter für andere Länder.
Dieser Erfolg sei für die Waldbesitzer Bestätigung und Verpflichtung
zugleich, den erfolgreichen Weg der nachhaltigen Waldbewirtschaftung
auch künftig weiter konsequent zu gehen. Hier sei auch die Politik
gefragt, diesen Kurs nicht durch zusätzliche Belastungen wie die
Einführung einer Vermögenssteuer zu torpedieren: „Denn ohne den
vermehrten Einsatz von Holz wird die Bewältigung der Energiewende
zumindest temporär nicht möglich sein“, so zu Guttenberg.

Hintergrundinformationen:

AGDW – Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13
Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und
körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland. Unser Denken und
Handeln orientiert sich stets an den drei Säulen der Nachhaltigkeit:
Ökonomie, Ökologie und Soziales. In diesem Sinne sehen wir in der
verantwortungsvollen Nutzung des Waldes die Grundlage für dessen
Schutz und Sicherung als Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Verband ist
Mitglied im Zentralverband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF).

Pressekontakt:

Matthias Graf von der Schulenburg
Referent für Kommunikation und Medien
Tel.: + 40 (0) 30 – 31 80 79 23
Fax: + 40 (0) 30 – 31 80 79 24
mschulenburg@waldeigentuemer.de

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