vbm kritisiert IG Metall-Umfrage zur Gestaltung der Arbeitszeit – Brossardt: „Betriebliche Realitäten bleiben völlig unberücksichtigt“

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Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und
Elektro-Industrie e. V. kritisiert die Umfrage der IG Metall Bayern
zur Gestaltung der Arbeitszeit. „Die Umfrage lässt völlig außer Acht,
dass die Wünsche der Beschäftigten stets mit den betrieblichen
Erfordernissen in Einklang gebracht werden müssen. Von daher hat die
Umfrage mit der realen Arbeitswelt nicht viel zu tun“, sagte vbm
Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Insbesondere weist der vbm die Forderung nach einem gesetzlich
garantierten Rückkehrrecht aus der Teilzeit in die Vollzeit zurück:
„Ein befristeter Teilzeitanspruch mit Rückkehrrecht in Vollzeit setzt
die Firmen und die übrigen Arbeitnehmer gleichermaßen unter Druck und
raubt ihnen die nötige Flexibilität. Arbeit im Betrieb gibt es nicht,
wenn es ein Gesetz verordnet, sondern wenn mehr Aufträge
hereinkommen. Auf der anderen Seite muss die Arbeit erledigt werden,
auch wenn Mitarbeiter befristet ausfallen oder kürzer arbeiten
wollen. Gerade für kleinere und mittlere Firmen ist es praktisch
unmöglich, für die Stunden, die Mitarbeiter für kurze Phasen weniger
arbeiten wollen, geeigneten Ersatz zu finden. Mit einem Anspruch auf
befristete Teilzeit drohen neue bürokratische Hürden und
organisatorischer Aufwand fern der betrieblichen Realität mit
weiterer Überregulierung des Arbeitsrechts“, so Brossardt.

Der vbm stimmt mit der IG Metall insoweit überein, dass das
Arbeitszeitgesetz flexibler werden muss. Brossardt betont aber: „Mehr
Flexibilität in der Arbeitszeit darf nicht einseitig zu Lasten der
Arbeitgeber gehen. Es geht uns nicht um die Erhöhung des
Arbeitszeitvolumens. Schon heute bietet mobiles Arbeiten den
Beschäftigten die Möglichkeit, die Work-Life-Balance deutlich zu
verbessern. Die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf maximal zehn
Stunden ist nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen muss der Spielraum der
Europäischen Richtlinie ausgeschöpft werden, die eine wochenbezogene
Betrachtung und eine Wochenarbeitszeit von durchschnittlich maximal
48 Stunden vorsieht. Beschäftigte und Betriebe gewinnen dadurch
Flexibilität bei der Verteilung der Arbeitszeit.“

Kontakt:
Andreas Ebersperger, 089-551 78-373,
andreas.ebersperger@ibw-bayern.de, www.vbm.de

Original-Content von: VBM – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., übermittelt durch news aktuell

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