VCI ruft zu mehr sachlichem Dialogüber TTIP auf / „Wir sollten offen über Inhalte reden“

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Vor dem Hintergrund des heutigen
Aktionstages plädiert der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für
mehr Sachlichkeit bei der Diskussion um das transatlantische
Freihandelsabkommen TTIP und lädt zum Dialog ein.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Wir brauchen bei TTIP
dringend einen gesellschaftlichen Austausch über die Inhalte des
Abkommens.“ Tillmann forderte Gegner wie Befürworter auf, aufeinander
zuzugehen. „Ich lade alle Kritiker ein, ihre Anliegen zu
thematisieren. Totalverweigerung hilft nicht weiter. Die Industrie
ist offen für den Dialog. Unterschiedliche Bewertungen lassen sich
nur klären, wenn wir die gesellschaftspolitische Diskussion in
Deutschland über TTIP nicht in Form von Grabenkämpfen führen.“

Zu vorhandenen Befürchtungen im Zusammenhang mit der
Chemikalienregulierung sagte Tillmann: „Als Vertreter der
Chemie-Branche versichere ich: TTIP wird auf keinen Fall zu einer
Aufweichung von Standards in der Chemikaliensicherheit führen. Wir
bekennen uns zu REACH. Die chemierelevanten Regulierungen in der EU
und den USA sind zu unterschiedlich für eine gegenseitige
Anerkennung. Wir wollen durch TTIP aber die Chance ausloten, ob
gemeinsame Regulierungen in der Zukunft im Einzelfall sinnvoll sein
können.“

Tillmann hob auch die langfristigen Perspektiven für die
Chemieindustrie hervor: „Die intensiven Handelsbeziehungen mit den
USA tragen dazu bei, dass gerade der Mittelstand der Chemie in
Deutschland überdurchschnittlich gut bezahlte Arbeitsplätze schafft
und sichert.“ Die USA sind für die deutsche Chemie der wichtigste
Auslandsmarkt außerhalb der EU. Im vergangenen Jahr exportierte
Deutschlands drittgrößte Branche Waren im Wert von rund 15 Milliarden
Euro in die Vereinigten Staaten. Der Überschuss im transatlantischen
Handel beträgt über 4 Milliarden Euro.

„Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben“, so Tillmann,
„brauchen wir offene Märkte durch ein transatlantisches
Freihandelsabkommen.“ Für den Mittelstand in der Chemie, betont der
VCI-Hauptgeschäftsführer, sei der Investorenschutz besonders wichtig.
Gerade kleine und mittlere Betriebe könnten sich keinen aufwändigen
Rechtsbeistand leisten, der etwa bei der Anmeldung von rechtlichen
Ansprüchen in den USA gefordert sein kann. „Einfache und transparente
Regeln zum Investorenschutz sind deshalb besonders für den
Mittelstand in unserer Branche ein großer Gewinn.“

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr
als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen
Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik,
Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den
Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie.
Die Branche setzte 2014 über 193 Milliarden Euro um und beschäftigte
rund 444.500 Mitarbeiter.

Pressekontakt:
VCI-Pressestelle
Manfred Ritz
E-Mail: ritz@vci.de
Tel: 069 2556 1550

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