Verdienen Sie weniger als 2.500 Euro monatlich? Dann herzlich willkommen in der Altersarmut!

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Altersarmut – die neue Krankheit der nächsten Jahrzehnte. Wer denkt denn schon, dass er, wenn er jeden Tag arbeiten geht und vielleicht noch ganz gut Geld verdient, eines Tages von der Altersarmut betroffen sein könnte?

Fakt ist: Wer heute weniger als 2.500 Euro brutto im Monat verdient (und das sind recht viele Menschen in Deutschland), der wird, wenn er in Rente geht, direkt von der Altersarmut betroffen sein.

Haben Sie schon mal Ihren letzten Rentenbescheid richtig studiert? Die Zahlen täuschen darüber hinweg, dass es Kaufkraftverluste gibt. Die Zahlen, so wie sie im Rentenbescheid stehen, sind die Werte der fernen Zukunft! Aus heutiger Sicht, schauen die Beträge oftmals noch ganz gut aus. Diese Beträge sind jedoch auf das heutige Niveau abzuzinsen. Außerdem werden uns in dem Becheid Beträge angezeigt, die im Falle von einer Rentenerhöhung bezahlt würden.

Welcher normal denkende Mensch geht heute bitte noch von einer Rentenerhöhung aus?

Auf der einen Seite haben wir immer mehr ältere Menschen in Deutschland und auf der anderen Seite immer weniger, die in die Rentenkasse – das sogenannte Umlageverfahren (oder auch als dynamische Rente bezeichnet) einbezahlen. Das nennt sich dann schlicht weg „demographischer Wandel“.

Der demographische Wandel ist seit 1971/1972 Realität in Deutschland. Seit da ist die Anzahl der Geburten geringer, als die Anzahl der Sterbenden und Deutschland würde, ohne eine Einwanderung seit da schon schrumpfen. Zum Glück haben wir schon lange eine Einwanderung und haben sie auch aktuell, so dass das Problem des demographischen Wandels stark gemildert wird.

Doch was machen wir Deutschen? Wir schimpfen auf Ausländer und auf Einwanderer, anstatt die Vorteile zu sehen und die Chancen zu nutzen, selbst hinzu zu lernen. Es ist nun mal viel einfacher, das Negative in einem Menschen zu sehen, als das Positive. Und sich selber Gedanken zu machen – nein, das ist heute doch vielen Menschen schlicht weg zu anstrengend.

Genauso ist es auch bei der Rente. Wir begnügen uns damit, monatlich 50 oder wenn es hoch kommt, vielleicht 100 Euro in eine Rentenversicherung einzubezahlen. Andere sollen unsere Zukunft für uns managen, so dass wir nichts zu tun brauchen und später in saus uns braus leben können. Doch weit gefehlt…

Wer sein Geld für die Vorsorge den Versicherungen oder Banken anvertraut, der verliert die ersten paar Jahre jede Menge Geld für die Vertriebsprovisionen. Die Einzigen, die mit den oft zweifelhaften Verträgen eine Vorsorge machen können, sind die Versicherungskonzerne und die Banken und zwar für sich selbst. Der Kunde wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und dieser bemerkt es nicht, weil er sich über Geld auch keine Gedanken machen möchte.

Es ist schon suspekt. Wir haben lange Ausbildungs- und Weiterbildungszeiten – und wenn wir ehrlich sind nur deshalb, weil wir Geld verdienen wollen oder müssen.

Kaum verdienen wir dann das Geld, dann vertrauen wir es Menschen an, die keine besondere finanzwirtschaftliche Ausbildung haben und nur in ein paar psychologisch angelegten Kursen erlernt haben, wie man anderen z.B. eine Riester-Rente andrehen kann.

Und wen wir mal nachrechnen: Monatlich 100 Euro anzusparen, das sind das in einem Jahr 1.200 Euro und in 10 Jahren somit 12.000 Euro.

Der durchschnittliche Deutsche fängt mit 35 Jahren an für die Rente zu sparen. Wenn es also hoch kommt 12.000 mal 3 Dekaden) 36.000 Euro. Von diesen 36.000 gehen dann noch ca. 4.000-6000 Euro Vertriebsprovisionen und Verwaltungskosten für die Versicherung weg. Hinzu kommen evtl. noch Kursgewinne, sofern es ein Fondsinvest ist. Ob es dann tatsächlich auch zu Kursgewinnen kommen wird, steht auf einem anderen Papier. Im worst-case stehen uns also am Schluss 30.000 Euro zur Verfügung.

Wenn wir nun überlegen, wie schnell 30.000 Euro wieder aufgebraucht sind, dann sehen wir, wie blauäugig wir doch so mit unserer Zukunft umgehen.

Aber auch die Politik und die Unternehmen machen es uns nicht leicht.

Praktikum an Praktikum – so halten sich viele Jungakademiker über Wasser; Leiharbeiter, die gerade so viel verdienen, um über die Runden zu kommen, wer soll da noch was auf die Seite legen können?

Wir sehen – es ist momentan nicht einfach für seine private Absicherung vorzusorgen und die Altersarmut steht für viele schon vor der Türe.

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