Vereinbarung mit der Staatsregierung für Integration von Flüchtlingen durch Arbeit und Ausbildung: vbw legt Maßnahmenpaket auf / Gaffal: „Beschäftigung und Ausbildung kann mittelfristig gelingen“

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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände
bayme vbm haben mit der Bayerischen Staatsregierung, der
Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und den Kammern eine
Vereinbarung für Integration durch Arbeit und Ausbildung für
Asylbewerber und Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive getroffen.

Die Herausforderung durch die Flüchtlingskrise kann nach den
Worten von vbw Präsident Alfred Gaffal nur gemeistert werden, wenn
die Beschäftigungschancen von Flüchtlingen realistisch eingeschätzt
werden. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Mittelfristig
können gerade die Jugendlichen einen Beitrag zur Fachkräftesicherung
leisten und sind in den Arbeitsmarkt integrierbar. Aber nur, wenn es
gelingt, das Schulsystem noch mehr auf die jugendlichen Flüchtlinge
auszurichten und parallel begleitende oder ersetzende Systeme zu
schaffen. Langfristig sind Jugendliche in den Arbeitsmarkt
integrierbar und können einen erheblichen Beitrag zur
Fachkräftesicherung leisten.“

Vor dem Hintergrund dieser großen Herausforderungen heißt es nach
Gaffals Worten: „Hier ist besonders die Wirtschaft gefordert: Wir
machen das!“ Konkret setzen die bayerischen Arbeitgeberverbände mit
ihren Projekten an folgenden Punkten an:

– Mit IdA 1000 werden 1.000 Asylbewerber und Flüchtlinge bei der
Arbeitsmarktintegration in allen Regierungsbezirken unterstützt.

– Im IdA Bayern Turbo werden jugendliche Flüchtlinge und
Asylsuchende, die eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit haben und
aufgrund ihrer guten Vorbildung für eine Ausbildung in Frage kommen,
unter anderem mit Sprachförderungen und Praktika kurzfristig für eine
Ausbildung vorbereitet.

– Mit dem IdA Kompetenzcheck werden berufliche Kompetenzen
gemessen. Damit sollen Flüchtlinge in eine passgenaue Beschäftigung
oder Weiterbildung vermittelt werden.

– Mit dem IdA Sprungbrett werden die Verbände eine
Online-Praktikumsbörse ins Leben rufen, die sich explizit an
Flüchtlinge richtet.

– Das Projekt IdA KoJack ist ein Online-Verfahren in englischer
Sprache, das prüft, welche beruflichen Basiskompetenzen junge
Flüchtlinge mitbringen.

– Der IdA Navigator steuert die vielfältigen IdA-Aktivitäten vor
Ort. Die IdA-Navigatoren sind Ansprechpartner für Unternehmen,
Flüchtlinge und die Kooperations- und Netzwerkpartner.

Die vbw setzt dabei auf die bereits im Mai 2015 gestarteten
Projekte IdA 120 und „Perspektive Beruf für Asylbewerber“ auf.
Beginnend mit dem Jahr 2015 werden die Verbände insgesamt 6,7
Millionen Euro aufwenden.

Gaffal abschließend: „Wir bekennen uns zu dem gemeinsamen Ziel der
Staatsregierung, der Kammern und der Regionaldirektion der
Bundesagentur für Arbeit, bis Ende 2016 20.000 Flüchtlingen einen
Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz anzubieten und 60.000
erfolgreiche Arbeitsmarktintegra-tionen bis Ende 2019 vorzunehmen.“

Kontakt:
Andreas Ebersperger, 089-551 78-373,
andreas.ebersperger@ibw-bayern.de, www.vbw-bayern.de

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