„Verlorener Generation“ syrischer Flüchtline eine Stimme und neue Chancen geben

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Junge Syrerinnen und Syrer dokumentieren ihr Leben beim SocialVisions-Foto-Workshop in Potsdam.
 

„Angesichts des seit fünf Jahren andauernden Syrienkonflikts ist in Flüchtlingscamps vor und in Europa eine verlorene Generation junger Menschen herangewachsen, die sich entrechtet und ihrer Stimme beraubt fühlt. Kinderbildungsprogramme internationaler Hilfsorganisationen greifen nicht mehr bei den 16-27jährigen geflüchteten Jugendlichen“, sagt Anja Pietsch, Gründerin und Vorsitzende des Vereins SocialVisions.

Nach Angaben der UNHCR leben derzeitig 3,9 Millionen Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Ägypten und dem Irak, darunter sehr viele Jugendliche, die momentan keine Zukunftsperspektive und keine Möglichkeit der gesellschaftlichen Partizipation haben.

Um diesem Umstand entgegenzutreten, hat der Verein SocialVisions nun die interaktive und partizipative Website syriaonthemove.com in englischer und arabischer Sprache online gestellt. Dort können Syrerinnen und Syrer auf der Flucht eigene Fotos veröffentlichen, ihren Standort auf einer Karte markieren, Meinungen und Erfahrungen teilen und sich untereinander austauschen und vernetzen.

„Der Syrien-Konflikt ist hier in Deutschland stärker ins Bewusstsein gerückt. Damit tragen wir in Deutschland eine Mitverantwortung für die Menschen dort und müssen selbst aktiv werden, um sie mit zivilgesellschaftlichen Mitteln zu unterstützen“, sagt Dr. Miriam Stock, Initiatorin und Leiterin des SocialVisions-Projekts Syria On the Move. Im Rahmen des Projekts Syria on the move organisiert der Verein Fotoworkshops für geflüchtete syrische Jugendliche und eine Wanderausstellung, die mit einer Crowdfunding-Kampagne finanziert werden.

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