Versorgung der Menschen in Syrien muss oberste Priorität haben

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Fünf Jahre Krieg in Syrien: Alle
Konfliktparteien müssen humanitäre Hilfe zulassen

Vor dem fünften Jahrestag des Bürgerkriegs in Syrien fordern
Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie
Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland die nationalen und
internationalen Konfliktparteien auf, den Schutz der Zivilbevölkerung
und die Versorgung der Menschen in Syrien zu gewährleisten und die
Angriffe auf die zivile Infrastruktur umgehend zu stoppen. Die vier
Organisationen, die sich im Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
zusammengeschlossen haben, hoffen, dass die wenn auch brüchige
Waffenruhe ein erster Schritt hin zur Verbesserung der Situation der
Menschen in den umkämpften und zum Teil völlig zerstörten Städten in
Syrien sein kann.

„Alle Konfliktparteien müssen endlich gewährleisten, dass die
Menschen in den umkämpften Städten umgehend und kontinuierlich
versorgt werden können“, fordert Oliver Müller, Leiter von Caritas
international und Vorsitzender des Aktionsbündnisses
Katastrophenhilfe wenige Tage nach seiner Rückkehr aus Syrien. „Die
Frauen, Kinder und Männer, die noch in Damaskus, Aleppo oder Homs
leben, dürfen nicht länger als Spielball in diesem grausamen
Machtkampf missbraucht werden. Ebenso muss der Schutz der Helfer
unbedingt geachtet werden. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des
humanitären Völkerrechts und die Voraussetzung für die Versorgung der
notleidenden Menschen.“

Die Organisationen des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe zeigen
sich angesichts der katastrophalen Lage der Bevölkerung sehr besorgt
darüber, dass die Fortschritte zur Lösung des Konflikts derart
schleppend verlaufen. „Den Menschen fehlt es an fast allem – es gibt
kaum Zugang zu medizinischer Versorgung, so gut wie keine Schule für
hunderttausende Kinder. Diese Liste ließe sich fast unendlich
fortsetzen“ so der Vorsitzende des Aktionsbündnisses
Katastrophenhilfe Oliver Müller. „Die internationale
Staatengemeinschaft, wir alle, stehen, was den Frieden und
Wiederaufbau Syriens angeht, vor einer der größten Herausforderungen
der letzten Jahrzehnte. Die Friedensgespräche müssen sehr schnell
konkrete Ergebnisse bringen, damit die Hilfsorganisationen sich noch
stärker in Syrien engagieren und den Menschen helfen können.“

Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie
Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland arbeiten seit Beginn des
Konflikts in dem Land und den Nachbarstaaten.

Caritas international:

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen
Caritasverbandes, arbeitet in Syrien über Partnerstrukturen unter
anderem in Damaskus, Aleppo, Homs, Hassaké und am Küstenstreifen des
Mittelmeeres. Opfer der Gewalt werden unter anderem mit
Nahrungsmitteln, medizinischer Hilfe, Hygieneartikeln, Decken,
Matratzen und Mietbeihilfen versorgt. In Jordanien und Libanon hat
Caritas zudem 30 Anlaufstellen für Flüchtlinge eingerichtet.

Mehr dazu unter: www.caritas-international.de

Deutsches Rotes Kreuz:

In seinem größten aller laufenden Auslandseinsätze leistet das DRK
bereits seit 2012 humanitäre Hilfe im Syrien-Konflikt im Umfang von
bislang 65 Millionen Euro. Dabei liefert das DRK lebensnotwendige
Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, medizinische Zusatznahrung für
Kleinkinder, Hygieneartikel (inkl. spezieller Artikel für Babys,
Frauen und ältere Menschen) sowie Medikamente. Zudem unterstützt das
DRK seine Partnergesellschaft, den Syrischen Arabischen Roten
Halbmond, im Logistikbereich u.a. durch die Anmietung,
Rehabilitierung und Instandhaltung von Lagerkapazitäten sowie durch
die Bereitstellung von Fahrzeugen und Gerätschaften zur Umsetzung der
Hilfsoperationen im ganzen Land.

Mehr dazu unter: www.drk.de

Diakonie Katastrophenhilfe:

Die Diakonie Katastrophenhilfe erreichte bislang mit ihren
Hilfsprogrammen mehr als 824.000 Menschen in Syrien und den
Nachbarstaaten. Darunter sind viele Flüchtlingsfamilien, die
außerhalb der offiziellen Camps in Rohbauten, Ruinen oder Garagen in
Gast-Gemeinden leben, die ebenfalls unterstützt werden. Es geht um
eine würdevolle Hilfe in der akuten Notlage und Perspektiven für
stabile Lebensverhältnissen. Die Diakonie Katastrophenhilfe erhielt
dafür seit 2012 Zuwendungen in Höhe von rund 25 Millionen Euro.

Mehr dazu unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

UNICEF Deutschland:

In einer der größten Nothilfeoperationen der Geschichte von UNICEF
sind über 600 Mitarbeiter in Syrien und seinen Nachbarländern im
Einsatz. Zusammen mit einem Netzwerk von Partnern versorgen sie
Kinder mit dem Nötigsten: mit medizinischer Hilfe, sauberem Wasser,
ausreichend Nahrung. Hunderttausende Kinder erhielten vor dem Winter
warme Kleindung. Mit dem Programm „No Lost Generation“ bringt UNICEF
Kinder in Syrien und seinen Nachbarländern in die Schule, schaffte
Ausbildungs- und Freizeitangebote und organisiert psychosoziale
Hilfsangebote.

Mehr dazu unter: www.unicef.de

Kontakt für die Presse:
Holger Vieth, 0761-200 296,
holger.vieth@caritas.de

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, Dominique Mann, 030-65211-1744,
dominique.mann@aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de

Hrsg.: Deutscher Caritasverband,
Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit,
Karlstr. 40,
79104 Freiburg.
Telefon 0761 / 200-0.
Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293),
Holger Vieth (Durchwahl -296)
www.caritas-international.de

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