Verständnis statt Vorurteile: Einsfestival macht einen ganzen Tag lang starkes Programm gegen Homophobie und Transphobie

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Am 17. Mai findet der Internationale Tag gegen
Homophobie und Transphobie zum achten Mal statt. Ein nach wie vor
wichtiges Thema, wie nicht nur die aktuellen gesellschaftlichen
Debatten um die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare in
punkto Adoption und Ehegatten-Splitting belegen. In jüngster Zeit
häufen sich auch Berichte von Fällen verbaler oder körperlicher
Übergriffe gegenüber Menschen jenseits der Hetero-Norm. Diese
traurige Entwicklung ist vor allem auch bei Jugendlichen zu
beobachten – Gründe genug also, dass Einsfestival Farbe bekennt und
Flagge zeigt mit einem starken Programm gegen Homophobie und für ein
respektvolles Miteinander unabhängig vom Schubladendenken in
Kategorien wie „homo“, „hetero“ oder „trans“.

Der Thementag mit ausgewählten Spielfilmen und Reportagen startet
um 14.45 Uhr mit der Dokumentation „LiebesPaare – Mann sucht Mann –
Frau sucht Frau“, bei der schwule und lesbische Singles auf der Suche
nach dem Partner fürs Leben begleitet werden. Was es wiederum für
Kinder bedeutet, mit zwei Müttern abseits des gängigen
Vater-Mutter-Kind-Klischees aufzuwachsen, erzählt um 15.30 Uhr die
Doku „Meine Eltern sind lesbisch“.

Die Reportage „Ich will nicht länger schweigen“ widmet sich ab
16.15 Uhr dem brisanten Thema „Homosexualität in der katholischen
Kirche“. Stellvertretend für die Situation vieler gläubiger Schwuler
steht im Mittelpunkt dieser Dokumentation der habilitierte Theologe
David Berger, den sein Coming Out die Kirchen-Karriere kostete.

Hysterisch-quirlig geht es weiter um 17.45 Uhr mit der Komödie
„Schwule Mütter ohne Nerven“: Seit dem 3. Juli 2005 können Homo-Paare
in Spanien heiraten. Dieses Datum nimmt Regisseur Manuel Gómez
Pereira zum Anlass für eine herrlich überdrehte Tour de Force über
eine Massenhochzeit unter Regenbogenflaggen. Die Eltern dreier
schwuler Paare lernen sich im Vorfeld kennen – und es dauert nicht
lange, bis es bei den vermeintlich aufgeschlossenen Angehörigen
gehörig zu brodeln beginnt. Almodóvar lässt grüßen.

Zur Primetime um 20.15 Uhr serviert Einsfestival ein Highlight des
aktuellen Queer Cinema von und mit dem kanadischen Wunderkind Xavier
Dolan. In „Herzensbrecher“ verfallen Francis und Mary, eigentlich
beste Freunde, hoffnungslos dem betörend schönen Nicolas und
versuchen sich als potenzielle Rivalen im Ringen um die Gunst des
Angebeteten gegenseitig auszustechen. Dolans zweiter Film über eine
außergewöhnliche „ménage à trois“ zwischen Freundschaft und Begehren
wurde 2010 in Cannes mit dem „Prix Regards Jeunes“ ausgezeichnet.

Unter dem Motto „Somewhere into the Rainbow“ nimmt uns Anja
Backhaus um 21.40 Uhr in einem CLIPSTERspeziell mit auf einen Ausflug
durch die schillernden Gefilde schwullesbischer Popkultur, bevor um
22.20 Uhr zum Abschluss des Thementages mit „High Art“ ein Klassiker
des modernen lesbischen Kinos auf dem Programm steht. Der Film
erzählt von zwei Frauen, die der Zufall zusammenführt: Syd, die junge
und naive Redaktionsassistentin bei einem angesagten Fotomagazin, und
Lucy Berliner, die vor einiger Zeit ihre Karriere als erfolgreiche
Fotografin an den Nagel gehängt hat. Die beiden verlieben sich
ineinander. Ein Ausflug in die Natur schafft Raum für Annäherung –
wäre da nicht Syds beruflicher Ehrgeiz, der die Romanze zu gefährden
droht.

Redaktion: Dr. Jessica Eisermann, Michael Maurer

Pressekontakt:
Fotos unter www.ard-foto.de
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Telefon: 0221/220 7121
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