Vielseitigkeit von Raps unterschätzt (FOTO)

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Ölmühlenindustrie weist Forderungen zur Einschränkung des
Energiepflanzenanbaus von Bundesministerin Hendricks zurück. Raps ist
Fundament der deutschen Eiweißversorgung und bedeutende
Nahrungsquelle für Bienen.

Die Ölmühlenindustrie zeigt sich verwundert über die jüngsten
Äußerungen von Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks. Nach
Auffassung von OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in
Deutschland offenbaren sie eine grundlegende Unkenntnis über die
vielfältige Rolle und Nutzung von Ackerpflanzen. „Es gibt keine
reinen Energiepflanzen. Die einseitigen Verlautbarungen von Frau
Hendricks verkennen die Vielseitigkeit von Raps als wichtigsten
Rohstoff für die deutsche Biokraftstoff- und
Eiweißfuttermittelproduktion und als ideale Nahrungsquelle für
Bienen“, erläutert OVID-Präsident Wilhelm F. Thywissen.

Die ölsaatenverarbeitende Industrie hat das Potenzial von Raps als
nachhaltiges Multitalent und wichtige Komponente der Fruchtfolge
bereits vor Jahren erkannt. Die Bestandteile der goldgelb blühenden
Ackerfrucht landen keinesfalls allein im Tank, sondern sind
essentiell für die Versorgung mit hochwertigem Tierfutter. „Allein
durch die Biokraftstoffproduktion ist es gelungen, Rapsschrot als
Eiweißfuttermittel Nummer 1 zu etablieren. Damit kommen wir den
Verbraucherwünschen für mehr heimische Eiweißfuttermittel nach“, so
Thywissen. Neben Bioenergie und Eiweißfutter werden aus den
Rapssaaten Salatöl und Margarine mit hohen Gehalten an
lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren, Lecithin für Schokolade oder
Snacks, Farben, Schmierfette, Kosmetik und Glycerin gewonnen.
Umweltfreundliche Nebeneffekte: Die Rapspflanze bringt Vielfalt auf
den Acker, indem sie die Fruchtfolge auflockert und die
Nährstoffeffizienz steigert. Zudem dient die auf dem Feld
verbleibende Restpflanze der Humusbildung.

Bundesumweltministerin Hendricks verkennt zudem die Bedeutung von
Raps als einzige blühende, marktrelevante Kulturpflanze für die
Ernährung von Bienen. „Ohne Raps geht es den Bienen hierzulande
schlecht. Allein aus einen Hektar lassen sich 100 Kilogramm Rapshonig
gewinnen“, sagt Thywissen.

Bundesministerin Hendricks hatte kürzlich in einem Interview mit
dem vom Umweltministerium finanzierten Magazin „MehrWERT“ gefordert,
die Produktion von Energiepflanzen als „Irrweg der Energiewende“
zurückzudrängen. 2015 wurde mit rund 1,3 Millionen Hektar auf 11
Prozent der deutschen Ackerfläche Raps angebaut.

Pressekontakt:
Cornelia Schröpfer | Maik Heunsch
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
Tel: +49 (0)30 / 72 62 59 – 58
presse@ovid-verband.de

Original-Content von: OVID, Verband der ?lsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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