Vollzeitbeschäftigte arbeiteten 2015 im Durchschnitt 40,5 Stunden pro Woche / Neue Ergebnisse zu den Indikatoren der Qualität der Arbeit

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In Deutschland arbeiteten im Jahr 2015
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer Vollzeittätigkeit im
Mittel 40,5 Stunden pro Woche. Wie das Statistische Bundesamt weiter
mitteilt, hat sich die durchschnittliche gewöhnliche
Wochenarbeitszeit sowohl vollzeit- als auch teilzeitbeschäftigter
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den letzten 20 Jahren um eine
halbe Stunde erhöht. Die Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten
unterlag in dieser Zeit jedoch größeren Schwankungen: Von 1996 bis
2005 ist sie zunächst um gut eine Stunde auf den bisherigen
Tiefststand von 17,7 Stunden pro Woche gesunken. Seither stieg die
durchschnittliche Wochenarbeitszeit Teilzeitbeschäftigter um 1,6
Stunden pro Woche an und lag im Jahr 2015 bei 19,3 Stunden.

Selbstständige mit einer Vollzeittätigkeit arbeiteten im Jahr 2015
mit durchschnittlich 48,9 Stunden pro Woche deutlich mehr als
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Wochenarbeitszeit der
vollzeiterwerbstätigen Selbstständigen hat sich in den vergangenen 20
Jahren jedoch um sechs Stunden verringert. Die durchschnittliche
Wochenarbeitszeit der Selbstständigen in Teilzeit hat dagegen seit
1996 von 15,8 auf 16,4 Stunden pro Woche zugenommen.

Der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen, die eigentlich eine
Vollzeitstelle gesucht haben, lag im Jahr 2015 bei 12,9 %. Der Wert
ist damit seit dem Höchststand im Jahr 2006 (22,4 %) wieder deutlich
gesunken und lag 2015 nur noch knapp über dem Ergebnis vor 20 Jahren
(12,3 %). Männer sind zwar seltener in Teilzeit tätig,
teilzeitbeschäftigte Männer übten diese Tätigkeit aber mit 17,7 %
häufiger unfreiwillig aus als Frauen (11,7 %).

Nicht nur die durchschnittliche Wochenarbeitszeit, sondern auch
das Arbeiten am Wochenende hat einen Einfluss auf die zur Verfügung
stehende Freizeit. Im Jahr 2015 arbeitete gut jeder vierte (26,5 %)
Erwerbstätige ständig oder regelmäßig an Samstagen oder Sonntagen. 20
Jahre zuvor, im Jahr 1996, waren es noch 23,5 % gewesen. Bis zum Jahr
2007 war der Anteil auf den bisherigen Höchststand von 27,8 %
angestiegen und bis 2015 wieder etwas zurückgegangen.

Auch der Einstieg ins Berufsleben hat sich im Zeitverlauf
verändert: Junge Beschäftigte beginnen ihr Arbeitsleben heute mit
weniger Beschäftigungssicherheit. Im Jahr 2015 hatten 17,9 % der 25-
bis 34-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen befristeten
Arbeitsvertrag. Dieser Anteil hatte im Jahr 2006 bei 16,6 % gelegen.
Vor allem Berufseinsteiger und Stellenwechsler beginnen häufig mit
einem befristeten Vertrag: 37,5 % der Beschäftigten im Alter von
mindestens 25 Jahren, die im Jahr 2015 seit weniger als zwölf Monaten
bei ihrem aktuellen Arbeitgeber tätig waren, hatten einen befristeten
Arbeitsvertrag. 20 Jahre zuvor hatte der Anteil noch 30,7 % betragen.

Bei der Erwerbstätigkeit gibt es weiterhin deutliche
Geschlechterunterschiede. So lag der Frauenanteil an
Führungspositionen mit 29,3 % im Jahr 2015 deutlich niedriger als der
Frauenanteil an allen Erwerbstätigen von 46,6 %. Auch wenn sich heute
mehr Frauen in Führungspositionen befinden als noch vor 20 Jahren,
waren 2015 immer noch sieben von zehn Führungskräften männlich.
Außerdem arbeiten Frauen weitaus häufiger in Teilzeit als Männer:
Knapp vier von fünf Teilzeiterwerbstätigen waren im Jahr 2015 Frauen.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:
Lisa Günther
Telefon: +49 (0) 611 /75 22 85
www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

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