Waffenbesitz – das Privileg der Herrschenden

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Politiker, so stellt Florian Senne in seinem
jüngsten Beitrag auf www.misesde.org fest, lassen Krisen selten
ungenutzt. In solchen Situationen stoßen Vorschläge, die sich die
Bürger sonst nicht gefallen ließen, auf offene Ohren und weniger
Widerstand. Insofern gilt es, immer hellhörig zu werden, wenn
Politiker als Reaktion auf Krisensituationen bestimmte Forderungen
stellen.

Als im Januar die Redaktion von Charlie Hebdo angegriffen wurde,
riefen kurz darauf führende Politiker nach einer massiven
Einschränkung des Bargeldverkehrs, weil die Attentäter Bargeld zum
Erwerb der verwendeten Waffen nutzten. Im September wurde dann die
erlaubte Höchstgrenze für Barzahlungen in Frankreich tatsächlich
abgesenkt. Nun, nach den neuerlichen, aber ungleich größeren
Angriffen von Paris wird ein deutlich schärferes Waffenrecht
gefordert. Die EU-Kommission, in Person der EU-Handelskommissarin
Cecilia Malmström, konnte dabei praktischerweise auf Vorschläge
zurückgreifen, die sie seit August dieses Jahres in der Schublade
hatte.

Das Vorgehen ist dabei stets gleich. Es werden Verbindungen
hergestellt, auf die man so normalerweise nicht käme, die aber das
jeweils geplante Vorgehen scheinbar legitimieren. Dabei ist jenes
Vorgehen nie das eigentliche Endziel (beispielsweise ein Waffenverbot
oder die Abschaffung des Bargelds), sondern immer ein Schritt in die
Richtung desselben. Im Falle der geplanten Verschärfung des
EU-Waffenrechts werden dabei auch noch die Opfer, die „normalen
Menschen“, kriminalisiert und zu Tätern gemacht. Kein Terrorist wird
sich mit der Einschränkung des legalen Waffenbesitzes vom Einsatz
seiner Waffen, die entweder vom Schwarzmarkt oder direkt aus
staatlichen Quellen stammen, abhalten lassen.

„Senne macht hier auf einen sehr wichtigen Aspekt aufmerksam“,
fügt Andreas Marquart, Vorstand des Ludwig von Mises Institut
Deutschland, an. „Die geplanten Maßnahmen der Politik haben gerade im
Falle einer Krisenreaktion zumeist nichts mit den vorgeblichen
Zielen, hier Terrorismusbekämpfung und der Schutz der Bürger, zu tun.
Ginge es der Politik tatsächlich um den Schutz der Bürger, müsste das
Waffenrecht liberalisiert werden. Schließlich sprechen die
Erfahrungen in Israel eine deutliche Sprache: Bewaffnete und im
Umgang mit Waffen geschulte Bürger verringern nicht nur die Zahl von
Terroranschlägen, sondern reduzieren auch die Opfer bei jenen, die
doch ausgeführt wurden.“

Waffenbesitz – das Privileg der Herrschenden
http://www.misesde.org/?p=11481

Pressekontakt:
Wordstatt GmbH
Dagmar Metzger
Tel: +49 89 3577579-0
Email: info@wordstatt.de

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