Wahlrecht: Bundestag hat riesiges Repräsentationsproblem (FOTO)

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Der Bundestag hat ein riesiges Repräsentationsproblem. „Die
Abgeordneten vertreten schließlich nur 80 Prozent der Bundesbürger,
denn 13 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bleiben
außen vor“, kritisiert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen
Familienverbandes (DFV), Sebastian Heimann.

„Sie sind vom Wahlrecht komplett ausgeschlossen. Das ist nicht im
Sinne von Artikel 20 des Grundgesetzes.“ Die DFV-Kampagne „Nur wer
wählt, zählt!“ will diese Lücke im demokratischen System schließen
und fordert ein Wahlrecht ab Geburt (www.wahlrecht.jetzt).

Laut Grundgesetz geht alle Staatsgewalt vom Volke aus,
gleichzeitig schränkt Artikel 38 das Wahlrecht wieder ein, denn ihre
Stimme dürfen Bundesbürger erst abgeben, wenn sie 18 Jahre alt
geworden sind.

„Das ist ein Widerspruch in der Verfassung selbst“, sagt Heimann.
„Wir brauchen doch keine Angst vor mehr Demokratie zu haben.“ Bis die
Kinder bereit sind zu wählen, handeln Eltern treuhänderisch und in
ihrem Sinne – wie in jeder anderen Situation bereits auch – und üben
damit das Wahlrecht aus.

Trägt sich das Kind ins Wahlregister ein, erlischt das
Treuhänderwahlrecht der Eltern. Damit wird sichergestellt, dass der
Bundestag wirklich alle Bürger umfassend repräsentiert.

„Die Parteien müssen sich überlegen, ob sie die Interessen von
Familien noch länger ihrem gewohnten Wahlklientel unterordnen oder ob
sie für eine zukunftsfeste und nachhaltige Demokratie eintreten, die
Kinder und Jugendliche vom politischen System nicht mehr kategorisch
ausschließt“, betont der DFV-Bundesgeschäftsführer.

Schon heute machen die Wähler über 65 Jahre mit 17 Millionen mehr
als ein Viertel der rund 62 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland
aus. 2060 werden es laut Prognose des Bundesamtes für Statistik knapp
24 Millionen sein – während die Gesamtbevölkerung um sechs Millionen
Menschen schrumpft.

In den kommenden Jahrzehnten werden also immer mehr Ältere immer
weniger Jüngeren gegenüber stehen.

„Um es deutlich zu sagen: Es geht uns nicht um ein Ausspielen der
Generationen gegeneinander“, so Heimann. „Aber Demografie ist mehr
als die einseitige Auseinandersetzung mit der Überalterung unserer
Gesellschaft und den daraus entstehenden Problemen. Demografie
schließt auch die Entwicklung der jungen Generationen ein und muss
ihre Bedürfnisse im Auge behalten. Kinder und Jugendliche aber kommen
in der Politik kaum noch vor – es sei denn, es geht um
Kinderbetreuung, die dafür sorgen soll, die Bedürfnisse des
Arbeitsmarktes möglichst wenig einzuschränken.“

Wir brauchen einen Wandel und sollten 13 Millionen Bundesbürger
nicht mehr vom Wahlrecht ausschließen. Kinder und Jugendliche
interessieren sich für Politik und ihre langfristigen Konsequenzen,
sie wollen ihre Zukunft mitgestalten. Deshalb brauchen wir ein
Wahlrecht ab Geburt.

„Der hohe Wert unserer Demokratie wird in diesen Zeiten deutlicher
denn je“, betont Heimann. „Demokratie heißt –Herrschaft des Volkes– –
nicht des volljährigen Volkes – und muss die Interessen aller
Bevölkerungsgruppen einschließen. Mit einem Wahlrecht ab Geburt muss
Deutschland Vorreiter für ein wirklich allgemeines Wahlrecht sein,
das niemanden mehr ausschließt.“

Pressekontakt:
Deutscher Familienverband
Sebastian Heimann, Bundesgeschäftsführer

www.wahlrecht.jetzt
www.deutscher-familienverband.de

Original-Content von: Deutscher Familienverband e.V., übermittelt durch news aktuell

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