Warschauer Stadtpräsidentin rügt antideutschen Kurs der Regierung

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Ex-Zentralbank-Chefin wirft polnischer Führung
„absurde“ Haltung vor / Kritik an freigiebiger Wirtschaftspolitik

Berlin, 16. August 2016 – Der Deutschland-kritische Kurs der neuen
polnischen Regierung stößt im eigenen Land auf wachsenden Widerstand.
„Die derzeitige Regierung zeigt nur wenig Interesse an einer engen
Zusammenarbeit mit Deutschland. Das ist absurd, weil Deutschland
eigentlich seit Jahren unser wichtigster Verbündeter in zahlreichen
Fragen ist“, sagte die Warschauer Stadtpräsidentin Hanna
Gronkiewicz-Waltz dem Wirtschaftsmagazin –Capital– (Ausgabe 09/2016,
EVT 18. August). „Wer das nicht anerkennt, liegt falsch.“

Gronkiewicz-Waltz, die früher die polnische Zentralbank leitete,
übte auch scharfe Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs Polens: „Die
neue Regierung zeigt sich äußerst freigiebig und hat daher auch die
Wahl gewonnen. Die große Frage ist, ob unser Staatshaushalt das
aushält.“ Es sei wie „mit einem menschlichen Organismus: Nicht alle
Krankheiten sind sofort sichtbar. Die Folgen der aktuellen Politik
werden wir erst nach drei Jahren spüren.“

Gronkiewicz-Waltz gehört der oppositionellen Bürgerplattform an
und gilt als eine der führenden Wirtschaftsexpertinnen in Polen.

Pressekontakt:
Nils Kreimeier, Redaktion –Capital–,
Tel. 030/220 74-5144, E-Mail: kreimeier.nils@capital.de
www.capital.de

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