WAZ: Abschieben gehört zum Asylsystem – Kommentar von Wilfried Goebels zu Flüchtlingen

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Das Asylrecht garantiert allen Flüchtlingen in
lebensbedrohlichen Notlagen Zuflucht. Ohne die Abschiebung von
Menschen, die in ihrer Heimat weder religiös noch politisch verfolgt
werden, kann das Asylsystem aber nicht bestehen. Die Politik muss die
Solidarität auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren: Das ist die
Kehrseite der Willkommenskultur.

In Deutschland leben Hunderttausende abgelehnte Asylbewerber, die
aus humanitären Gründen nicht abgeschoben werden. Der Abschiebestau
hat Gründe: Weil Verfahren zu lange dauern, leben Asylbewerber
teilweise seit Jahren mit ihren Familien geduldet unter uns. Die
Hängepartie ist unzumutbar, eine schnelle Anerkennung überfällig.

Mit kurzen Asylverfahren kann die Zahl der künftigen Duldungen
aber stark begrenzt werden. Wenn Zuwanderer vom West-Balkan nach
Prüfung ihrer Fluchtgründe aus den Landeseinrichtungen abgeschoben
werden, entfällt für Nachzügler der Anreiz für einen Asylantrag.
Damit könnte die Zahl der auch für die Mitarbeiter in den
Ausländerbehörden menschlich nicht immer leichten Abschiebeverfahren
verringert werden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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