WAZ: Abschied vom Mittelalter – Kommentar von Matthias Korfmann zu Schulen

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Für ihre Schulpolitik hat die Landesregierung
zuletzt viel Prügel eingesteckt. Grundschulen sehen sich als
„Stiefkinder“ in der NRW-Schullandschaft, es fehlen Sonderpädagogen
für die Inklusion, Unterrichtsausfall wird nicht systematisch
gemessen, und die Kinder müssen noch mit Medien von gestern arbeiten.
Vor diesem Hintergrund ist das Milliarden-Hilfspaket auch als
PR-Aktion zu verstehen. Geschickt platziert kurz vor Ferienbeginn.
Der Wahlkampf lässt grüßen.

Warum erst jetzt und nicht schon vor zwei oder drei Jahren? Warum
mit neuen Schulden, mit denen sich – je nach Wahlausgang – womöglich
eine andere Regierung beschäftigen muss? Solche Fragen drängen sich
auf. Aber es ist schon so: Die Schulen brauchen dieses Geld dringend,
und ihr Bedarf dürfte über die zugesagten zwei Milliarden Euro weit
hinausgehen.

Der Pädagogenverband VBE hat die Ausstattung der Schulen gerade
erst in einem „Zeugnis“ für die Regierung als „mittelalterlich“
bezeichnet. Ganz so arg ist es wohl nicht. Aber manche
Bildungseinrichtung mutet wie ein Relikt aus den 1980er-Jahren an.
Höchste Zeit also, hier zu investieren.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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