WAZ: Andere Wege
– Kommentar von Daniel Freudenreich

Abgelegt unter: Innenpolitik |





Es sollte selbstverständlich sein, dass Frauen und
Männer für dieselbe Arbeit denselben Lohn bekommen. Nun will die SPD
per Gesetz Gehältergleichheit schaffen. Es gibt andere Wege, um die
Unterschiede im Erwerbsleben zu reduzieren. Vorweg: Die Politik hat
hier einen begrenzten Spielraum. Zunächst kann und muss sie den
Ausbau der Kinderbetreuung konsequent vorantreiben. Ohne
Krippenplätze haben viele junge Mütter gar nicht die Zeit, zu
arbeiten. Sinnvoll wäre dann die Abschaffung des Minijobs, in dem
immer mehr Frauen arbeiten. Denkbar wären auch gesetzliche
Mindestlöhne oder die viel debattierte Einführung von Quotenlösungen.
Frauen brauchen flexiblere Arbeitszeitmodelle, die über Voll- und
Teilzeit hinausgehen. Zudem sollten die Betriebe Eltern mehr Freiraum
bei der Arbeitsgestaltung einräumen. Nicht jede Konferenz muss um 19
Uhr sein. Sofern erforderlich, sollte es möglich sein, von zu Hause
aus zu arbeiten. Nötig wäre auch eine Aufwertung typischer
Frauenberufe, die in der Regel gering bezahlt werden. Diese Maßnahmen
würden ein Lohngesetz, sofern es überhaupt funktionieren würde,
überflüssig machen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
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