WAZ:Ängstliche Polizeireform – Kommentar von Wilfried Goebels zur Lage der NRW-Polizei

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Die strapazierte Polizei in NRW steuert in den
nächsten Jahren auf eine neue Personallücke zu. Wenn nicht mindestens
1500 Polizeistellen neu besetzt werden können, wird dies das
Sicherheitsgefühl der Menschen empfindlich stören. Die Behauptung von
Minister Jäger, er habe die demografische Lücke im Griff, macht
schlicht sprachlos.

Von den Vorschlägen der Expertenkommission zur Polizeireform will
Jäger nicht viel umsetzen. Die Entmachtung der Landräte als oberste
Polizeichefs hält der SPD-Minister vor den Kommunal- und
Landtagswahlen für politischen Selbstmord. Auch der Schutzmann an der
Ecke soll bleiben.

Was dann? Die Begleitung von Schwertransporten bindet gerade 39
der rund 40 000 Polizeistellen in NRW. Bei Bagatellunfällen,
Ruhestörungen und im Objektschutz sollen aber möglichst keine
Abstriche beim Polizeieinsatz gemacht werden. Gebühren für
Radaumacher erhöhen die Personalstärke nicht. NRW hat die
Neueinstellung der Polizeianwärter in den letzten Jahren von 1000 auf
1600 hochgefahren. Das war richtig. Doch bald muss Rot-Grün die Frage
beantworten, ob jeder Kratzer am Unfallauto den Ruf nach der Polizei
rechtfertigt.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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