WAZ: Beschäftigte haben Klarheit verdient – Kommentar von Ulf Meinke zu Uniper

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Zum Neustart gibt es Streit: Die Eon-Tochter Uniper
ist gerade einmal ein paar Monate jung – und schon schwelt ein
Konflikt zwischen der Konzernführung und der Gewerkschaft Verdi. Dass
die Arbeitnehmervertreter gereizt reagieren, wenn Vorstandschef
Schäfer von möglichen betriebsbedingten Kündigungen spricht, kann
kaum verwundern. Schließlich haben die Gewerkschaften die Pläne für
eine Eon-Zweiteilung nahezu lautlos mitgetragen. Nun müssen sie
vermeiden, dass eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Beschäftigten
entsteht.

Bei allen berechtigten Bemühungen, ein schlagkräftiges Unternehmen
zu formen, sollte es Uniper-Chef Schäfer nicht übertreiben. Vage
Ankündigungen zu Stellenabbauplänen dürften in der Belegschaft nicht
gerade Aufbruchstimmung verbreiten. Auch mit Blick auf den Börsengang
ist die Strategie zweifelhaft. Zwar lässt sich mancher Anleger mit
Effizienzprogrammen überzeugen, innerbetriebliche Konflikte aber
schätzen Investoren nicht. Schäfer wäre also gut beraten, schnell
Klarheit zu schaffen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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