WAZ: Bitte kein Bachelor „light“. Kommentar von Christopher Onkelbach

Abgelegt unter: Innenpolitik |





Es ist immer eine Gratwanderung, wenn mit Geld eine
Leistung belohnt werden soll, die sich kaum messen lässt. Wie soll
man bewerten, was gute Lehre ist und ob die Studienanforderungen den
Maßstäben entsprechen? Ist am Ende ein Prämien-Absolvent ein Bachelor
„light“? Ob die Abbrecherquoten durch dieses Anreizsystem tatsächlich
sinken, muss sich erst erweisen. Bisher wissen die Hochschulen wenig
über die Gründe für einen Studienabbruch. Auch wer den Studiengang
wechselt oder an eine andere Uni geht, gilt statistisch als
Abbrecher. Wie viele an den Anforderungen oder an der Anonymität
einer Massenuni scheitern, ist nicht bekannt. Die Hochschulen habe es
nun in der Hand, die zusätzlichen Mittel für eine spürbare
Qualitätssteigerung einzusetzen. Sie können mehr Personal einstellen,
Beratung, Begleitung und Betreuung verbessern. Die Hochschulen sind
keine Durchlauferhitzer für eine möglichst hohe Zahl mittelmäßig
qualifizierter Akademiker. Die Gefahr einer Niveauabsenkung ist ihnen
nur zu bewusst. Daher werden sie alles tun, dies zu vermeiden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de