WAZ: Die Banken müssen handeln – Kommentar von Frank Preuß zu Geldautomaten

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Die Polizei ist selten zu beneiden. Ganz gewiss auch
nicht bei ihrem Versuch, den Ganoven auf die Schliche zu kommen, die
seit Monaten einen Geldautomaten nach dem anderen in unserer Region
sprengen und bei mindestens einer Verfolgungsjagd die Beamten
vorgeführt haben. 62 Fälle, immer dasselbe Muster – da sieht sich die
Staatsgewalt schon mal leisem Spott in der Bevölkerung ausgesetzt.

Dabei ist Humor fehl am Platze, was einem spätestens dann klar
wird, wenn man vor Ort den Gesamtschaden in Augenschein nimmt. Dass
bei diesen Brachialaktionen noch niemand körperlich zu Schaden
gekommen ist, wenn auch seelisch – ist reiner Zufall.

Dass die Ermittler sich bemühen und mit zwei Verhaftungen schon
leise Erfolge vorweisen, wenn auch noch nicht den entscheidenden
Schlag gelandet haben, kann man nicht seriös in Zweifel ziehen. Es
sind die Banken, denen man vorhalten muss, sich das Treiben zu lange
anzusehen. In den Nachbarländern knallen längst die Farbbomben, wenn
Gangster mit Gewalt auf die Automaten losgehen. Teuer, jammern die
Geldhäuser hierzulande. Kann ja wohl nicht wahr sein.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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