WAZ: Die Decke ist zu kurz – Kommentar von Matthias Korfmann zur Bundespolizei

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Um 3000 Stellen wird die Bundespolizei aufgestockt.
Angesichts der Erfahrungen mit der Flüchtlingskrise und der erhöhten
Terrorgefahr ist das zu begrüßen. Aber es dauert, bis diese
Polizisten ausgebildet sind und im Dienst ankommen. Bis dahin müssen
sich die Grenzschützer bemühen, mit normaler Personalstärke auf
besondere Herausforderungen zu reagieren. Der Bundespolizist Arnd
Krummen spricht vom Ziehen an einer „zu kurzen Bettdecke“. Die
Personaldecke ist offenbar so knapp, dass die Kontrolle auf der
Strecke bleibt.

Besorgnis erregend ist auch, dass das Land NRW drei neue Mobile
Einsatzkommandos bilden möchte, aber nicht genügend Bewerber findet.
Um das Personal doch noch zu gewinnen, will der Innenminister
offenbar die Altersgrenzen für diese Arbeit verändern und Bewerber
bis 45 Jahre (bisher 40) zulassen.

Nach den Anschlägen von Brüssel ist viel über die belgischen
Sicherheitskräfte geschimpft worden. Aber sind unsere Behörden
tatsächlich so viel besser auf Gefahrensituationen vorbereitet? Was
hilft es, wenn auf den Flughäfen intensiver kontrolliert wird, dafür
aber in Zügen und Bahnhöfen weniger?

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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