WAZ: Die Grenzen der Toleranz – Kommentar von Wilfried Goebels zum Schleier

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Die Schule sollte ein neutraler Ort für Bildung und
Erziehung sein. Da der Vollschleier von traditionalistischen Muslimen
oft als politisches Signal gegen die freiheitlichen Werte unserer
Gesellschaft eingesetzt wird, hat er in unseren Schulen nichts zu
suchen. Jede Schule hat die Möglichkeit, in ihrer Hausordnung Verbote
zu verhängen.

Bisher gehört die vollverschleierte Muslima im Straßenbild der
Großstädte zur Ausnahme. Die religiöse Toleranz endet aber da, wo für
die Sicherheit der Schüler verantwortliche Lehrer nicht erkennen
können, wer sich auf dem Schulhof aufhält. Dass auch der Zentralrat
der Muslime Gesichtsschleier in Schulen strikt ablehnt, verdient
Beachtung.

Ein Verschleierungsverbot auf Schulhöfen schränkt die Frauen in
ihrer Religionsausübung nicht ein. In einer christlich geprägten
Gesellschaft gibt es aber Grenzen der Toleranz. Ein Beitrag zur
gewünschten Integration ist der Vollschleier nicht.

Textsichere Muslime stellen klar, dass der Koran nicht
vorschreibt, dass eine muslimische Frau eine Burka oder einen Niqab
tragen muss. Religion ist Privatsache – sie darf die Toleranz der
Mehrheitsgesellschaft aber nicht überfordern.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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