WAZ: Die Lehre aus dem 8. Mai 1945 – Kommentar von Walter Bau zum Kriegsende vor 70 Jahren

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Der 8. Mai 1945 war für viele, die ihn erlebten, ein
Tag zwiespältiger Gefühle. Der Krieg – verloren. Das Zuhause –
zerstört. Die Zukunft – ungewiss. Gleichzeitig aber schwiegen endlich
die Waffen. Vorbei die Nächte im Luftschutzkeller, die Angst vor den
Bombern.

Bei aller Entbehrung und Armut während des mühsamen Wiederaufbaus,
war der 8. Mai doch ein Tag der Befreiung; auch wenn es Jahrzehnte
dauerte, bis sich diese Einsicht endgültig durchsetzte.

Der 70. Jahrestag des Kriegsendes lässt uns den Blick aber auch
auf die Gegenwart richten. Es herrscht noch immer (Bürger-)Krieg – in
Syrien und Afghanistan, im Irak und in Libyen, in Nigeria und Mali.

Und auch in Europa schwelt ein militärischer Konflikt: Im Osten
der Ukraine wird immer noch gekämpft, sterben weiterhin täglich
Menschen. Die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe ist längst nicht
gebannt.

Deutschland muss sich entscheiden wie es sich verhält: Entsendung
von Soldaten (Afghanistan), Waffenlieferungen (Irak), medizinische
Hilfe (Mali). Sich heraushalten, wo Krieg und Terror herrschen, ist
keine Option mehr. Das ist auch eine Lehre aus dem 8. Mai 1945.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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