WAZ: Die neue Unsportlichkeit – Kommentar von Thomas Mader zur Schulsport-Misere

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Es ist schon sportlich, was alles von Lehrern
verlangt wird: Sie sollen den Schülern etwas beibringen und
gleichzeitig ihre Bewegung fördern. Sie sollen der Anziehungskraft
der Bildschirme entgegenwirken und Lust auf Sport machen. Sie
übernehmen einen immer größeren Anteil der Erziehung, während sich
viele Eltern zurückziehen.

Dieser Rückzug hat wenig mit gestiegenem Arbeitsdruck und viel mit
Gleichgültigkeit zu tun. Denn je höher die Schulform und das soziale
Niveau, desto mehr bewegen sich die Schüler, desto häufiger sind sie
in Vereinen aktiv. Je schwächer die Gesellschaft, desto schwächer ist
der organisierte Sport.

Auch wenn es ungerecht ist, der Schule alles aufzubürden, muss man
hier ansetzen. Denn hier verbringen die Kinder politisch gewollt
immer mehr Zeit – im Sitzen. In den Ganztag muss also Bewegung
kommen. Schon Grundschulen sollten Vereine zur Zusammenarbeit
einladen, und umgekehrt. Vielleicht wird Bewegungsmangel auch oft
nicht als Problem wahrgenommen – weil er sich einschleicht, weil man
sich nicht zuständig fühlt. Doch erst wenn man ein Problem erkennt,
hätte man Anlass, auch mit den Eltern darüber zu sprechen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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