WAZ: Dienst an der Gemeinschaft – Kommentar von Wilfried Goebels zur Feuerwehr

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Die Freiwilligen Feuerwehren leiden unter
Nachwuchsmangel: Konkurrenz durch Vereine, Ganztagsunterricht in
Schulen und der Wegfall der Wehrpflicht belasten die Anmeldezahlen.
Weil der Brandschutz ohne die Freiwilligen aber nicht gesichert
werden kann, muss das neue NRW-Feuerschutzgesetz die Wehren
entlasten.

Dass das neue Katastrophenschutzgesetz das Thema Gewalt gegen
Helfer ausklammert, ist mehr als ärgerlich. Feuerwehr und
Katastrophenschutz klagen bei Einsätzen zunehmend über Angriffe auf
Helfer. Hier sollte der Gesetzgeber eine klare Botschaft an mögliche
Täter richten, dass Attacken auf in der Not Hilfeleistende rigoros
verfolgt werden. Auch muss der Versicherungsschutz für Helfer
verbessert werden.

Hart bleiben sollte der Gesetzgeber gegenüber den Wünschen
privater Sicherheitsfirmen, in Firmen mit hohen Gefahrenrisiken die
Werksfeuerwehr zu betreiben. Das jetzige System mit betrieblichen
Feuerwehren hat sich bewährt, weil die Mitarbeiter die größte
Kenntnis über die Gefahren im Werk haben. NRW sollte einer drohenden
Verfassungsklage der Sicherheitsbranche ruhig entgegensehen. NRW
braucht ein modernes Brand- und Katastrophenschutzrecht, um den
Dienst an der Gemeinschaft zu stärken. Ohne die fleißigen Helfer geht
nichts.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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