WAZ: Ein Schritt in Richtung Tierwohl – Kommentar von Matthias Korfmann zu Tierversuchen

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In der Politik gehört Optimismus bekanntlich zur
Grundausstattung. Bundes- und Landesregierung NRW haben bei den
Tierversuchen ein sehr optimistisches „Fernziel“ im Auge: Sie sollen
irgendwann komplett überflüssig werden. Wir dürfen vermuten, dass da
eine ferne Zukunft beschrieben wird, die ungefähr dann eintreten
dürfte, wenn es auch keinen Hunger und keine Kriege mehr gibt.

Tatsächlich ist die Zahl der Experimente mit Tieren in Deutschland
in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen. Trotz neuer
EU-Richtlinien und der Verankerung des Tierwohls in diversen
Landesverfassungen. Dass NRW die Erforschung von Alternativen zum
Tierversuch nun fördert, ist natürlich ein Schritt in die richtige
Richtung. Aber wir ahnen, dass noch viele weitere Schritte folgen
müssten, um den Trend zu mehr Versuchen umzukehren. Verzichtbar, da
sind sich ernst zu nehmende Experten einig, ist der Tierversuch
jedenfalls noch lange nicht.

Mit rund drei Millionen Tieren – Mäuse, Ratten, Fische, Affen –
wurden im vergangenen Jahr Versuche durchgeführt. Nur zum Vergleich:
In dieser Zeit wurden hierzulande 750 Millionen Nutztiere – Rinder,
Schweine, Geflügel – geschlachtet.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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