WAZ: Eine Frage der Solidarität – Kommentar von Michael Kohlstadt

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Gesundschrumpfen – das ist ein schmeichelhafter
Begriff für einen knallharten Prozess. Nichts anderes aber muss die
einst in die pulsierende Industrielandschaft der
Wirtschaftswunderzeit hineingegründete Diözese tun, wenn sie
überleben will. Weniger Gläubige, weniger Geld, weniger Kirchen – das
alles heißt am Ende auch weniger Bedeutung für den bischöflichen
Stuhl in Essen.

Arm und reich – so hart treffen die Gegensätze in der deutschen
Kirchenlandschaft wohl kaum aufeinander wie in NRW. Hier der arme
Bruder in Essen, dort die milliardenschweren Alt-Bistümer in Köln,
Paderborn und vermutlich Münster.

Wird Essen Almosenempfänger? Klar ist: Das Ruhrbistum muss seine
Hausaufgaben machen. Einen planbaren Finanzausgleich unter den
Diözesen gibt es nicht. Essen darf aber wohl die Solidarität
derjenigen erwarten, die mit der Mitgift sparsam umgingen, als sie
das junge Bistum einst aus der Taufe hoben.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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