WAZ: Einer muss den Anfang machen. Kommentar von Miguel Sanches

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Das Vertrauen der Bürger in die Politik und
letztlich in die Demokratie geht zurück. Das muss die Abgeordneten
umtreiben. Einer von ihnen, der Dortmunder Sozialdemokrat Marco
Bülow, setzt bei den Parteifinanzen an. Das Geld ist ein
neuralgischer Punkt. Marco Bülow ist eine Einzelstimme, aus der Sicht
von vielen im Bundestag: ein Nestbeschmutzer. Er hat allein nicht die
Durchschlagskraft, um eine Debatte loszutreten, gar etwas zu
verändern. Der Kulturwandel, den sich Bülow wünscht, sollte weit über
die Finanzen hinausgehen. Er ist eine Frage der Haltung: mehr
parlamentarisches Selbstbewusstsein, Bundestagsdebatten ohne
Fraktionszwang, Augenhöhe mit der Regierung. Daraus erwächst im
Idealfall größere Glaubwürdigkeit. Es ist wohl so, wie Bülow sagt:
„Wir Politiker müssen aber das Heft selbst in die Hand nehmen.“ Es
ist gut, wenn einer den Anfang macht.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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