WAZ: Endlich wieder Zeit zum Handeln – Kommentar von Lutz Heuken zum Flüchtlingsgipfel

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Endlich, so ist zu hoffen, ist nun das Gerede von
Transitzonen für Flüchtlinge beendet, das vor allem die CSU auf so
unverantwortliche Weise befeuert hat. Hat in der Flüchtlingsfrage
letztlich tatsächlich die Vernunft gesiegt? Löst tatkräftiges Handeln
in dieser so großen Herausforderung nun wirklich Kleinmut und
taktisches Lavieren ab? Man mag es hoffen, aber kaum glauben.

Dass es die Transitzonen in der von der CSU geforderten Form nicht
geben wird, ist dabei die beste Nachricht. Denn wohin würden solche
Zonen an den Grenzen letztlich führen? Zu Lagern, in denen man
Menschen hinter Stacheldraht einsperrt? In denen man notfalls auch
von der Schusswaffe Gebrauch macht? Schon gibt es aus der
ultrarechten Ecke solche Forderungen. Wie pervers! Es gereicht den
bayerischen Scharfmachern der CSU nicht zur Ehre, diese Debatte
befördert zu haben.

Seit dem gestrigen Kompromiss besteht zumindest die Hoffnung, dass
in der nächsten Zeit wieder Sachfragen im Vordergrund stehen. Dass
die Kommunen und die Helfer vor Ort mit ihren Problemen und die
Asylsuchenden in ihrem Elend nicht länger im Stich gelassen werden.
Die Flüchtlinge sind hier. Alle müssen mit ihnen leben. Und viele
wollen das auch.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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