WAZ: Entschlossenheit gegen Banden. Tobias Blasius zu Einbruchs-Zahlen

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Die NRW-Polizei hat in den vergangenen Jahren
einiges unternommen, um dem Phänomen Wohnungseinbruch beizukommen.
Die Kampagne „Riegel vor“ und die stärkere Rolle des
Landeskriminalamtes gehörten ebenso dazu wie die Erprobung eines
Computer-Programms zur Straftaten-Prognose. Schaut man auf die
aktuellen Fallzahlen in den NRW-Großstädten, bleibt die triste
Erkenntnis: Viel genützt hat es nicht. Wohnungseinbrüche sind nicht
irgendeine Deliktgruppe. Die Erfahrung von Schutzlosigkeit in der
Privatsphäre nährt subjektive Kriminalitätsangst. Alle Instrumente
und Einsatzkonzepte gehören jetzt überprüft, kritische Fragen
gestellt. Auch diese: Kann es sich NRW noch leisten, polizeiliche
Energie bei Veranstaltungen wie dem regelmäßigen „Blitzer-Marathon“
zu vergeuden? International agierende Banden verlangen nach neuen
Konzepten und größerer Entschlossenheit. Da viele Landesminister
zurzeit bei „Sommerreisen“ durch NRW fleißig Hände schütteln: Die
Einbruchsbrennpunkte wären auch ein lohnenswertes Ziel.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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