WAZ: Erdogan sollte sich besinnen. Kommentar von Gerd Höhler zum Anschlag in der Türkei

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Wenn es sich erweisen sollte, dass der Massenmord
von Suruc tatsächlich auf das Konto der Terrormiliz IS geht, wäre es
der erste Anschlag der Dschihadisten in der Türkei. Höchste Zeit für
die Regierung in Ankara, innezuhalten und ihre Politik zu überdenken.
Lang hielt Präsident Erdogan seinem syrischen „Bruder“ Assad die
Treue. Nun bekämpft er ihn umso fanatischer. Er will Assads Sturz,
denn das Regime in Damaskus steht seinen Plänen im Wege. Erdogans
Vision: Eine sunnitische Achse im Nahen Osten unter Führung der
Türkei – das Osmanenreich lässt grüßen. Für einen Kurdenstaat, wie er
im Norden Syriens entstehen könnte, ist in diesem Entwurf kein Platz.
Der Belagerung der Kurdenstadt Kobane durch den IS sah die Regierung
in Ankara deshalb untätig und wohl insgeheim mit Genugtuung zu. Jetzt
bekommt Ankara die Quittung. Demnächst könnten auch Regierungsobjekte
ins Fadenkreuz des IS kommen. Die türkische Regierung sollte sich von
ihren machtpolitischen Träumen verabschieden und sich auf ihre
Verantwortung als Nato-Verbündeter sowie als Partner des Westens
besinnen. Das bedeutet: Keine Toleranz für Terroristen.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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