WAZ: Fakten können nicht rassistisch sein – Leitartikel von Alexander Marinos zum Silvester-Polizeieinsatz

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Nafri also. Nafri steht für „nordafrikanische
Intensivtäter“. Wieder ein neues Wort, das man sich merken muss, so
wie „postfaktisch“. Nur dass es sich diesmal um einen rassistischen
Begriff handeln soll, wie einige Berufs-Empörte reflexartig zu
Protokoll gaben, benutzt von angeblich nach rassistischen Kriterien
agierenden Polizisten, die Personen aufgrund ihres Aussehens am
Kölner Hauptbahnhof überprüften. Das muss man sich vorstellen!
Aufgrund ihres Aussehens! Das gab es doch schon einmal in
Deutschland!

Liebe Frau Peter, Ihres Zeichens Bundesvorsitzende der Grünen, Sie
sind die derzeit wohl prominenteste Kritikerin des jüngsten
Silvester-Polizeieinsatzes. Waren Sie es nicht, die sich vor einem
Jahr mit vielen anderen völlig zu Recht darüber empörte, was für
Demütigungen vor allem Frauen in jener Nacht erdulden mussten, als
der Staat sich quasi vorübergehend verabschiedet hatte? Wäre es jetzt
nicht angebracht, der Polizei ein dickes Dankeschön dafür
auszusprechen, dass sie die Lage weitgehend im Griff hatte? Und dass
sie jenen ein Stopp-Zeichen sendete, die meinen, sie könnten im sonst
so zahnlosen und naiven Deutschland tun, was sie wollen? Tausende
Beamte haben sich in Köln und anderswo in NRW die Silvesternacht um
die Ohren geschlagen, um unsere Sicherheit zu gewährleisten; sie
haben darauf verzichtet, zu Hause bei ihren Familien zu sein, um
einen potenziellen Mob unter Kontrolle zu halten. Das verdient
Anerkennung und Respekt, nicht aber Tatsachen verdrehende Vorwürfe.

Nein, nicht alle Nordafrikaner sind tatsächliche oder potenzielle
Intensivtäter. Manche haben sich gut integriert in Deutschland; sie
leiden unter den Taten ihrer Landsleute und tragen dafür keinerlei
Verantwortung. Richtig ist aber auch, dass in der Silvesternacht vor
einem Jahr Straftaten vor allem von Männern ausgingen, die aus den
Maghrebstaaten stammen, also aus Marokko, Tunesien und Algerien. Fast
jeder zweite bei der Kölner Polizei registrierte Migrant aus diesen
Staaten beging schon einmal eine Straftat, meist Raub oder Diebstahl.
Handelt es sich hierbei etwa um eine rassistische Statistik? Anders
formuliert: Kann die Wahrheit rassistisch sein? Oder ist es nicht
eher so, dass die präfaktisch denkenden, oder besser, fühlenden
Multi-Kulti-Gläubigen noch immer die Augen davor verschließen? Motto:
Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Ja, es gibt sie, die lange tabuisierte Aggressivität und
Kriminalität unter Einwanderern, gehäuft bei Einwanderern aus
bestimmten Ländern und Kulturkreisen. Die Nafris, wie sie die Polizei
nennt, sind oft Trickdiebe, Antänzer zum Beispiel. Sie werden
festgenommen und rasch wieder freigelassen, obwohl jeder weiß, dass
es sich um Berufskriminelle handelt, um junge Männer, die keine
Perspektive bei uns haben, weil ihre Asylgesuche in aller Regeln
erfolglos verlaufen. Dass sie trotzdem nicht abgeschoben werden
können, liegt nicht zuletzt auch an den Grünen, die die
Maghreb-Staaten nicht als sichere Herkunftsländer anerkennen wollen.

Liebe Frau Peter, erlauben Sie abschließend noch eine Frage: Was,
glauben Sie, hatten rund tausend Nordafrikaner wiederum am
Silvesterabend in Köln zu suchen – trotz der Vorgeschichte, trotz der
Polizeipräsenz? Und wie anders hätte die Polizei vorgehen sollen, als
diese Menschen überwiegend nach ihrem Aussehen auszusondern und zu
überprüfen? Es war das proaktive Verhalten des Staates, das
Straftaten in Köln, Essen und anderswo verhindert hat – proaktives
Verhalten, das auch den Gefährder Anis Amri hätte stoppen können.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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