WAZ: Falschparker auf dem Kieker. Kommentar von Matthias Korfmann zu Knöllchen

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Verteilt die Stadt Duisburg besonders viele
„Knöllchen“, weil sie auf diese Weise Finanz-Löcher, die ihr durch
die Loveparade-Katastrophe entstehen, stopfen kann? Ob dies so ist,
dürfte am Ende schwer zu beweisen sein. Aber der Verdacht wird durch
Indizien gestützt. Erstens: Die Stadt selbst zieht in ihrer
Finanzplanung eine Verbindung zwischen den Loveparade-Kosten und den
Einnahmen durch Bußgelder. Zweitens: Nach der Loveparade-Katastrophe
wurde mehr Personal für die Verkehrsüberwachung eingestellt.
Drittens: Die Einnahmen durch die „Knöllchen“ stiegen in Duisburg
zuletzt, während sie in den meisten Revierstädten zum Teil deutlich
sanken. Warum auch immer Duisburg hier aus der Reihe tanzt, es ist
kaum sachlich zu begründen, dass in dieser Stadt viermal mehr
Strafzettel ausgestellt werden als im deutlich größeren Dortmund.
Oder doppelt so viele wie in Essen. Offenbar hat das Ordnungsamt in
Duisburg Falschparker besonders auf dem Kieker. Da passt es ins Bild,
dass auch Motorradfahrer in Duisburg damit rechnen müssen, dass ihr
Fahrzeug abgeschleppt wird. Die Auto- und Motorradfahrer in dieser
Stadt dürften sich jedenfalls nicht grundsätzlich schlimmer verhalten
als die in anderen Großstädten an der Ruhr.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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