WAZ: Flughäfen Dortmund und Weeze werfen NRW „Benachteiligung“ vor

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Die Chefs der Flughäfen Dortmund und
Niederrhein/Weeze fühlen sich von der Landesregierung massiv
benachteiligt. Sie lehnen es ab, dass NRW diese Airports sowie den
Flughafen Paderborn im künftigen Landesentwicklungsplan (LEP) nur als
„regionalbedeutsam“ und nicht als „landesbedeutsam“ einstufen möchte.

„Ein Teil der Flughäfen soll offenbar zurückgedrängt werden“,
sagte Ludger van Bebber, Geschäftsführer des Flughafens Niederrhein,
der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,
Dienstagausgabe).

Der Geschäftsführer des Dortmunder Flughafens, Udo Mager, sagte
der Zeitung: „Das Land NRW plant eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei
den Airports. Man will uns in die zweite Liga stecken, wir gehören
aber in die erste.“

Das Land NRW gibt zu, dass die geplante Einstufung der Flughäfen
zum Teil wenig mit der Realität zu tun habe. Die Unterscheidung
zwischen landes- und regionalbedeutsam gehe auf die
Luftverkehrskonzeption 2010 zurück, und in ihr seien Daten aus dem
Jahr 2000 übernommen worden. Das Konzept sei im Grunde sogar an die
NRW-Luftverkehrskonzeption von 1991 angelehnt. Der Ausbau von
Dortmund und Paderborn zu internationalen Flughäfen ist hier gar
nicht berücksichtigt. Weeze nahm überhaupt erst im Jahr 2003 den
Linienverkehr auf.

Dennoch will das Land an der umstrittenen Kategorisierung
festhalten, bis ein neues Luftverkehrskonzept des Bundes vorliege.
Weeze-Chef van Bebber kann das nicht nachvollziehen: „Das stoische
Festhalten an veralteten Einstufungen wider besseren Wissens ist
absurd“, sagte van Bebber der WAZ.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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