WAZ: Herdprämie wird zum Glücksfall Tobias Blasius zur Kita-Finanzierung

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Es gehört zu den ironischen Wendungen der Politik,
dass ausgerechnet das vom Bundesverfassungsgericht gekippte
Betreuungsgeld NRW aus seinem Kita-Dilemma hilft. Das juristische Aus
für die jahrelang von Rot-Grün bekämpfte „Herdprämie“ sorgt dafür,
dass in den kommenden drei Jahren unverhofft frei werdende
Bundesmittel von über 400 Millionen Euro in die Kindergärten fließen
können.

Statt Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen, wie in Bayern
weiterhin 150 Euro Anerkennungsprämie zu zahlen, wird in NRW die von
vielen Berufstätigen dringend benötigte staatliche Infrastruktur
ausgebaut. Das ist in der Folge der ideologischen
Auseinandersetzungen seit 2013 nur konsequent.

Angesichts vieler maroder Einrichtungen, fehlender Erzieher,
finanzschwacher Kita-Träger und der stattlichen Zahl noch zu
integrierender Flüchtlingskinder tut das Land gut daran, das
Geldgeschenk aus Berlin umstandslos in die Kommunen weiterzuleiten.
Die neue NRW-Familienministerin Kampmann kauft sich damit Zeit, die
sie brauchen wird, um ein vollständig neues Kindergartengesetz bis
2018/19 auf den Weg zu bringen. Das ist die eigentliche
Herausforderung.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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