WAZ: IG Metall plant Aktionen in nicht tarifgebundenen Betrieben

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In der Tarifrunde für die Metall- und
Elektroindustrie plant die IG Metall in diesem Jahr gezielt Aktionen
in nicht tarifgebundenen Betrieben. „Dort herrscht bekanntlich keine
Friedenspflicht“, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann der in Essen
erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe).

Ziel sei es, die Tarifbindung bundesweit zu erhöhen, „indem wir
verstärkt auch nicht tarifgebundene Betriebe erstmals mit
einbeziehen“, sagte Hofmann. Denkbar seien Warnstreiks oder
„Veranstaltungen unterhalb der Warnstreik-Schwelle“ – je nach
Organisationsgrad der IG Metall im einzelnen Betrieb.

In der zweiten Verhandlungsrunde der Metall- und Elektroindustrie
erwarte die IG Metall eine erste Offerte an die rund 3,8 Millionen
Beschäftigten. „Ich erwarte, dass die Arbeitgeber ein Angebot
vorlegen“, sagte Hofmann der WAZ. „Die Phase der Entrüstung sollte
vorbei sein. Sie sagen, sie wollen einen schnellen Abschluss, dann
brauchen wir auch etwas, worüber wir verhandeln können.“

Für die tarifgebundenen Betriebe gilt Friedenspflicht bis zum 28.
April. „Auch diesem Termin nähern wir uns mit großen Schritten, umso
dringender wäre nun ein Angebot der Arbeitgeber“, sagte Hofmann.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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