WAZ: Innenminister wollen weniger Gästekarten auch bei Nicht-Risikospielen im Fußball

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Die Innenminister von Bund und Ländern prüfen
eine weitere Reduzierung von Gästekarten-Kontingenten in der
Fußball-Bundesliga. Nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen
Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe) wird eine Arbeitsgruppe unter Führung
von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf der am Mittwoch
beginnenden Innenminister-Konferenz in Koblenz den Vorschlag
unterbreiten, künftig auch bei erfahrungsgemäß friedlichen Partien
weniger Tickets zu verkaufen, sofern die Polizei durch anderweitige
Einsatzlagen stark beansprucht wird.

Die alljährlichen Krawalle in Berlin und Hamburg rund um 1. Mai
gelten als mögliches Szenario, um bei parallelen Bundesliga-Spielen
die Zahl der Gästefans geringer zu halten. Sollten sich die
Bundesländer auf diese Linie verständigen, sind Gespräche mit der
Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen
Fußball-Liga (DFL) geplant. „Wir setzen auf Kooperation mit der Liga,
nicht auf Konfrontation“, sagte Jäger der WAZ. Verordnungen und
Verfügungen seien nicht geplant.

Anhängern der Gastmannschaft stehen normalerweise zehn Prozent des
gesamten Kartenkontingents zur Verfügung. Die Innenminister hatten
sich im Juni zunächst darauf verständigt, nur bei Hochrisikospielen
eine Reduzierung der Gästekarten anzustreben. Die Auswirkungen auf
die Sicherheitslage seien positiv und sofort spürbar gewesen, sagte
Jäger weiter. Nordrhein-Westfalen hatte zuletzt bei den Derbys
Dortmund gegen Schalke und Köln gegen Mönchengladbach erste
Erfahrungen mit der in Fan-Kreisen umstrittenen Kartenreduzierung
gesammelt.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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