WAZ: Kinder werden zurückgelassen – Kommentar von Matthias Korfmann zur Grundschule

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NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will
heute in der Staatskanzlei eine Zwischenbilanz zu einem ihrer
wichtigsten Projekte ziehen: „Kein Kind zurücklassen“. Dabei geht es
darum, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu unterstützen. Motto: Wenn
wir heute in junge Menschen investieren, profitiert irgendwann die
ganze Gesellschaft davon. Ausgerechnet in diese Bilanz hinein
präsentiert ein großer Pädagogenverband eine für die Landesregierung
wenig schmeichelhafte Umfrage. An den Grundschulen werde zu viel
gespart: zu wenig pädagogisches Personal, zu große Klassen, schlechte
Ausstattung mit modernen Medien.

Klagen über Unterrichtsausfälle und Personalprobleme an Schulen
hören wir seit Jahren. Aber nun kommen zwei schwierige Aufgaben
hinzu, die eigentlich eine besondere Investition erforderten: die
Integration von Flüchtlingskindern und der gemeinsame Unterricht von
behinderten und nicht behinderten Schülern. Dass offenbar nur wenige
junge Flüchtlinge und Kinder mit Behinderungen Lehrer mit der
erforderlichen Spezialausbildung haben, ist bedenklich. Die Umfrage
lässt befürchten, dass schon in der Grundschule viele Kinder
zurückgelassen werden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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