WAZ: Kontrollvakuum auf unseren Straßen – Kommentar von Gerd Heidecke zur Gefahr durch Lkw

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Nur wenn wieder einmal ein übermüdeter Lkw-Fahrer
ungebremst ins Stauende kracht oder ein Reisebus spektakulär in
Flammen steht, gerät mit diesen oft tragisch verlaufenden Fällen das
Thema Verkehrssicherheit von Brummis und Bussen für einige Tage ins
öffentliche Bewusstsein. Doch diese scheinbaren Einzelfälle sind
längst das Ergebnis des Regelverhaltens, und die Polizeigewerkschaft
prangert die lebensgefährlichen Missstände jetzt zu Recht offen an.

Personen- und Gütertransporte auf der Straße sind inzwischen eine
Ware, bei der auf der Kostenseite um den letzten Cent gefeilscht wird
und offene Grenzen zu einem europaweiten Dumping-Wettbewerb führen.
Dem können sich auch seriöse Anbieter von Transportdienstleistungen
kaum noch entziehen. Dass dabei das Streben nach maximaler Sicherheit
zum hohlen Bekenntnis verkommt, ist zwangsläufig.

Das böse Geschäft mit der Unsicherheit auf Rädern könnte ins
Wanken geraten, wenn hohe Strafen drohen. Und diese wirken nur dann
abschreckend, wenn auch wirksam kontrolliert wird. 15 Polizisten im
Raum Köln für 500.000 Lkw täglich – da möchte man nicht mehr von
einer Kontrolldichte sprechen, eher von einem Kontrollvakuum.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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