WAZ: Leben mit der Gefahr – Kommentar von Frank Preuß zu Terror

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Jetzt also Deutschland, werden viele nach der
Bluttat im Zug denken. Überraschen darf es nicht, ministerielle
Mahnungen, dass auch Deutschland im Fokus des Terrors steht, waren ja
nicht nur dahingeplauderter Standard.

Dabei ist es im Ergebnis unerheblich, wie groß der Anteil des IS
an einer Attacke ist, der nun zur Festigung seines Mythos alles für
sich reklamiert. Fest steht, dass Radikalisierte sich offenbar
generell ermuntert sehen, zuzuschlagen. Zur Ehrlichkeit gehört: Man
kann es kaum verhindern.

Es ist natürlich wohlfeil, an dieser Stelle einmal mehr darauf zu
verweisen, dass der Terror davon lebt, uns zur Unterwerfung zu
drängen, indem wir unsere Lebensgewohnheiten aufgeben und unseren
Wertekanon in Frage stellen. Was wäre aber die Alternative? Zu Hause
sitzen und auf den Tod warten?

Wir werden lernen müssen, mit einer Gefahr zu leben, die andere
längst kennen und uns selbst, so gut es geht, zur Vernunft zu
ermahnen, auch wenn Statistik es schwer hat gegen Gefühle: Das
Risiko, Opfer eines Anschlages zu werden, ist in Prozenten kaum
messbar – so klein ist es.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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